Internationaler E-Waste-Day - afb aus Ettlingen bringt gebrauchte Elektronik auf Vordermann

13. Oktober 2026 , 11:34 Uhr

Ettlingen (pm/tk) – Kopfhörer, Ladekabel oder Lichterketten – eine längere Nutzungsdauer ist der wirksamste Hebel gegen die wachsende Flut an Altgeräten. Zum Internationalen E-Waste-Day (14. Oktober 2026) sagt afb social & green IT, Europas größtes gemeinnütziges IT-Unternehmen: Zweitnutzung statt Elektroschrott!

62 Millionen Tonnen Elektroschrott

Wie groß die Herausforderung ist, zeigt der Global E-waste Monitor 2024 von UNITAR und ITU: Im Jahr 2022 fielen weltweit 62 Millionen Tonnen Elektroschrott an, 82 Prozent mehr als 2010. Nur 22,3 Prozent davon wurden nachweislich ordnungsgemäß gesammelt und recycelt.

Auch Europa, die Region mit der höchsten dokumentierten Sammelmenge pro Kopf, erreichte lediglich eine dokumentierte Quote von 42,8 Prozent. Pro Kopf fielen dort 17,6 Kilogramm Elektroschrott an, dokumentiert gesammelt und verwertet wurden 7,5 Kilogramm. Bei mehr als der Hälfte fehlt somit der Nachweis einer ordnungsgemäßen Sammlung und Verwertung.

Handys werden kaum recycelt

Besonders niedrig sind die Quoten bei kleinen Geräten: Sie machen laut Monitor ein Drittel des weltweiten Aufkommens aus, werden aber nur zu 12 Prozent recycelt. Bei kleiner IT- und Telekommunikationstechnik wie Laptops und Mobiltelefonen liegt die dokumentierte Quote weltweit bei 22 Prozent.

Nicht im Hausmüll entsorgen

Die Botschaft des WEEE Forum an Verbraucherinnen und Verbraucher ist deshalb klar: Jedes Gerät mit Stecker, Kabel oder Akku ist am Ende seines Lebens Elektroschrott und gehört an eine offizielle Sammelstelle oder in die Rücknahme des Handels, nicht in den Hausmüll.

„Es gibt derzeit keine nachhaltig produzierte IT-Hardware. Gewinnung der Rohstoffe und Herstellung belasten Umwelt und Menschen erheblich. Aus Nachhaltigkeitssicht ist es deshalb am sinnvollsten, vorhandene Geräte so lange wie möglich zu nutzen“, sagt Daniel Büchle, CEO von afb. „Recycling ist wichtig, setzt aber erst am Ende an. Wer ausgediente Laptops, Smartphones und PCs an einen zertifizierten Refurbisher übergibt, statt sie einzulagern oder zu entsorgen, gibt den Geräten ein zweites Leben.“

afb bereitet Altgeräte wieder auf

Für Unternehmen und Behörden ist der Weg dorthin klar geregelt: afb holt nicht mehr benötigte Hardware ab, löscht die Daten zertifiziert, prüft und bereitet die Geräte auf und bietet sie anschließend wieder an. Was sich nicht mehr aufarbeiten lässt, wird fachgerecht recycelt. Partnerunternehmen erhalten dazu auditfähige Löschnachweise sowie transparente Wirkungsdaten, die sie in ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung nutzen können.

„Jedes Gerät, das wir aufarbeiten, schafft sinnvolle Arbeit für Menschen mit Behinderung“, betont Büchle. „Ökologie und Inklusion gehören bei uns untrennbar zusammen. Der E-Waste Day erinnert daran, dass jede Entscheidung über den Verbleib eines Geräts Folgen hat. Wir laden alle Organisationen ein, diese Entscheidung bewusst zu treffen.“ Im vergangenen Jahr hat afb rund 728.000 Geräte aufgearbeitet und damit 68.000 Tonnen CO₂-Äquivalente eingespart.

Anzeige
AfB Altgeräte Computer Daniel Büchle E-waste Elektroschrott Ettlingen Handys Laptops nachhaltig Recycling, Sozial W-Waste-Day WEEE

Das könnte Dich auch interessieren

27.07.2026 Neuer Look für afb in Ettlingen: IT-Refurbisher eröffnet renovierten Shop Ettlingen (pm/dk) - Der afb Shop in Ettlingen präsentiert sich nach einer Renovierung mit neuem Logo und modernisiertem Erscheinungsbild. Hinter dem Unternehmen steckt ein gemeinnütziges Modell, das gebrauchte IT-Geräte aufbereitet und Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung schafft. 28.04.2026 Pforzheimer entwickeln Recycling-Anlage für Seltene Erden Pforzheim (tk) - Deutschland will unabhängiger von China werden - ein Start-up aus Pforzheim macht's möglich. Das eröffnet heute eine Recycling-Anlage für Seltene Erden-Magnete. 28.11.2025 Digitalstrategie und Interkommunale Zusammenarbeit - Region rüstet sich für die Transformation Bruchsal/Baden-Baden (pm/tk) - Was passiert, wenn neun Städte über Jahre hinweg gemeinsam Digitalisierung gestalten? Dann entsteht etwas wie re@di (regional.digital), die interkommunale Zusammenarbeit der Städte Baden-Baden, Bühl, Rastatt, Gaggenau, Ettlingen, Rheinstetten, Bretten, Bruchsal und Stutensee. 14.10.2026 AWO Kreisverband Karlsruhe wählt Doppelspitze und fordert Schutz vor Sozialkürzungen Karlsruhe (pm/tk) - Karen Eßrich und Oliver Hill führen künftig gemeinsam den AWO Kreisverband Karlsruhe-Stadt e. V. Die Delegierten der Kreiskonferenz in Grötzingen wählten beide mit jeweils 43 Ja-Stimmen zu gleichberechtigten Vorsitzenden.