Innenminister lobt Mannheimer Taxifahrer als selbstlos

03. März 2026 , 06:27 Uhr

Mannheim (dpa/tk) – Am 3. März jährt sich die Amokfahrt von Mannheim mit zwei Toten und 14 Verletzten. Der Taxifahrer Muhammad A. stoppte damals mit seinem Auto den Täter.

Der Mut eines Einzelnen

Kurz vor dem Jahrestag der Amokfahrt von Mannheim hat Innenminister Thomas Strobl (CDU) den Taxifahrer Muhammad A. für sein beherztes Eingreifen damals gelobt. A. stoppte den Täter am 3. März 2025, indem er dessen Auto mit seinem Taxi blockierte. «Es ist dem Mut eines Einzelnen zu verdanken, dass nicht weitere Menschen verletzt oder getötet wurden», sagte Strobl der Deutschen Presse-Agentur.

Dank und Anerkennung

«Der Taxifahrer Muhammad A. hat das Fahrzeug des Täters selbstlos und ohne zu zögern gestoppt und so andere Leben gerettet.» Dafür gebühre ihm Anerkennung und Dank.

Bei der Amokfahrt am 3. März 2025 wurden zwei Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Der Täter, ein damals 40-jähriger Deutscher aus Rheinland-Pfalz, fuhr mit seinem Auto gezielt mehrere Passanten in der Fußgängerzone an.

Amokfahrer zu lebenslang verurteilt

Im Dezember verurteilte ihn das Landgericht Mannheim unter anderem wegen zweifachen Mordes und versuchten Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Aufgrund einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung sah das Gericht eine verminderte Schuldfähigkeit an und ordnete die Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

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