Südwesten (svs/pm) – Einfach den Impfpass einpacken und ohne Termin beim Hausarzt vorbeischauen: Vom 9. bis 15. November 2026 findet die erste bundesweite Impfaktionswoche statt. Auch in Baden-Württemberg beteiligen sich mehr als 300 Hausarztpraxen. Dort könnt ihr euren Impfstatus überprüfen und empfohlene Impfungen direkt auffrischen lassen. Hier findet ihr eine Übersicht, wer mitmacht.
Ob Grippeimpfung oder eine längst fällige Auffrischung: Im Alltag gerät der eigene Impfschutz schnell in Vergessenheit. Genau hier setzt die bundesweite Impfaktionswoche an.
Vom 9. bis 15. November können Patienten in den teilnehmenden Hausarztpraxen während der regulären Sprechzeiten ohne vorherige Terminvereinbarung vorbeikommen.
Dafür müsst Ihr lediglich Euren Impfpass mitbringen. Die Praxen überprüfen dann Euren Impfstatus und können notwendige Impfungen entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) direkt auffrischen. Wichtig: Eine Impfung vor Ort ist nur möglich, wenn keine medizinischen oder organisatorischen Gründe dagegensprechen und der benötigte Impfstoff verfügbar ist.
Mehr als 300 Hausarztpraxen beteiligen sich landesweit an der Impfaktionswoche vom 9. bis 15. November 2026.
Welche Praxen in Eurer Nähe dabei sind, könnt Ihr auf einer interaktiven Übersichtskarte des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Baden-Württemberg nachschauen.
Hier geht’s zur Übersicht: Teilnehmende Hausarztpraxen finden
Viele Krankheiten, die früher weit verbreitet waren, kommen heute in Deutschland kaum noch vor. Dazu gehören beispielsweise Kinderlähmung und Diphtherie.
„Dass Krankheiten wie Kinderlähmung oder Diphtherie bei uns praktisch verschwunden sind, ist ein großer Erfolg des Impfens“, erklärt Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth, Co-Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Baden-Württemberg.
Gerade die Grippeimpfung kann ältere Menschen und chronisch Kranke vor schweren Krankheitsverläufen schützen. Trotzdem werden Impfungen oder notwendige Auffrischungen häufig vergessen.
Wer schon länger nicht mehr in seinen Impfpass geschaut hat, sollte die Aktionswoche deshalb nutzen, empfiehlt Buhlinger-Göpfarth.
In Baden-Württemberg gibt es mehr als 4.000 Hausarztpraxen, die auch außerhalb der Aktionswoche regulär Impfungen anbieten.
Wer bereits eine feste Hausarztpraxis hat, sollte sich am besten dorthin wenden. Denn dort sind die persönliche Krankengeschichte, mögliche Vorerkrankungen und bisherige Impfungen bereits bekannt.
Dass eine feste Bindung an den Hausarzt Vorteile haben kann, zeigt auch eine wissenschaftliche Untersuchung der Universitäten Heidelberg und Frankfurt. Demnach liegt die Grippeimpfquote bei älteren Versicherten in der hausarztzentrierten Versorgung der AOK Baden-Württemberg um knapp sechs Prozentpunkte höher als in der regulären Versorgung.