Baden-Württemberg (dpa/dk) – Neben dem Hauptjob noch ein Minijob: In Baden-Württemberg machen das inzwischen immer mehr Beschäftigte. Laut Statistischem Landesamt hat sich die Zahl der Menschen mit zusätzlichem Minijob in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Besonders deutlich ist der Anstieg bei Akademikerinnen und Akademikern sowie bei älteren Beschäftigten.
Im Jahr 2025 hatten rund 604.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Baden-Württemberg zusätzlich zur Hauptarbeit einen Minijob. Das entspricht mehr als 12 Prozent.
Anders gesagt: Jeder achte der fast fünf Millionen Beschäftigten im Südwesten hatte neben dem eigentlichen Job noch eine zusätzliche geringfügige Beschäftigung.
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Menschen mit akademischem Abschluss. Die Zahl der Akademikerinnen und Akademiker mit Zweitjob hat sich innerhalb von 20 Jahren verfünffacht.
Im vergangenen Jahr gingen laut Statistischem Landesamt 83.100 Personen mit akademischem Abschluss zusätzlich einem Minijob nach.
Auch bei älteren Menschen ist der Anstieg deutlich. Bei Beschäftigten ab 65 Jahren hatten im vergangenen Jahr zehnmal so viele noch einen Job nebenher wie vor 20 Jahren.
In der Altersgruppe zwischen 50 und 65 Jahren waren es dreieinhalbmal so viele wie im Jahr 2005.
Warum immer mehr Menschen in Baden-Württemberg zusätzlich zu ihrer Hauptbeschäftigung einen Minijob annehmen, wurde zunächst nicht näher genannt.
Klar ist aber: Zweitjobs sind im Südwesten längst kein Randthema mehr. Für viele Beschäftigte gehört zusätzliche Arbeit inzwischen offenbar zum Berufsalltag.