Rastatt/Kuppenheim (pm/dk) – Die IG Metall ruft am Freitag, 3. Juli 2026, zu bundesweiten Protestkundgebungen an den Standorten von Mercedes-Benz auf. Anlass ist die vom Vorstand angekündigte „Produktivitätsoffensive für Deutschland“ und die damit verbundenen Sparmaßnahmen. Aus Sicht der Gewerkschaft richten sich diese Maßnahmen einseitig gegen die Beschäftigten. Außerdem würden zentrale tarifliche Errungenschaften infrage gestellt. Betroffen sind unter anderem die Mercedes-Benz-Standorte in Kuppenheim, Rastatt, Sindelfingen und Stuttgart-Untertürkheim.
Im Fokus der Protestaktionen stehen laut IG Metall vor allem:
Darüber hinaus fordert die IG Metall:
Ergun Lümali, Betriebsratsvorsitzender am Mercedes-Benz Standort Sindelfingen, kritisiert die aktuelle Debatte deutlich.
Er sagt: „Die Zukunft von Mercedes-Benz entscheidet sich nicht über längere Arbeitszeiten oder gekürzte Leistungen. Diese Debatte jetzt auf dem Rücken der Beschäftigten zu führen, ist einfallslos und ein falsches Signal. Um den Industriestandort Deutschland und seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, muss es jetzt vielmehr um Innovation, Investitionen, schnelle Entscheidungswege und verlässliche politische Rahmenbedingungen gehen.“
Die Protestaktionen sollen am Freitag bundesweit an Mercedes-Benz-Standorten stattfinden. Die IG Metall will mit den Aktionen ein Zeichen gegen das Sparprogramm und gegen aus ihrer Sicht drohende Angriffe auf Arbeitsbedingungen setzen.