Bühl (dpa/tk) – Ein Schäferhund stirbt einen qualvollen Tod auf einem Feldweg – seine Halterin hatte ihm einen tödlichen Zuckerersatzstoff verabreicht. Sie wird zu einer Geldstrafe verurteilt.
Weil sie ihrem Schäferhund eine tödliche Dosis eines Zuckerersatzstoffes verabreicht hat, ist eine 62-Jährige vom Amtsgericht Bühl zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu je 55 Euro verurteilt worden. Das Urteil sei am 23. Januar gesprochen worden, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts. Zuvor hatten die «BNN» berichtet.
Demnach hatte die 62-Jährige das Tier im Juli 2022 getötet, weil es zuvor in die Wohnung gemacht hatte und sie wegen der Pflege ihres bettlägerigen Mannes überfordert war. Die Tat sei eine Kurzschlussreaktion gewesen. Sie fuhr auf einen Feldweg und verabreichte ihrem Hund dort den Zuckerersatzstoff Birkenzucker. Das habe eine tödliche Insulinreaktion ausgelöst. Das Tier bekam Muskelkrämpfe, verlor das Bewusstsein und starb nach längerem Todeskampf.