Hitzewelle bremst Blutspenden aus: Klinikum Karlsruhe bittet dringend um Hilfe

26. Juni 2026 , 14:35 Uhr

Karlsruhe (pm/svs) – Die Hitze macht vielen Menschen zu schaffen – und sie wirkt sich auch auf die Blutspende aus. In der Blutspendezentrale des Städtischen Klinikums Karlsruhe werden die Reserven wieder knapper. Weil aktuell weniger Spenderinnen und Spender kommen, ruft das Klinikum dringend zur Blutspende auf. Unterstützung kommt dabei auch vom Karlsruher SC.

Blutreserven werden kleiner

Blutkonserven werden täglich gebraucht – zum Beispiel für die Behandlung von Verletzungen oder Erkrankungen. Eine künstlich hergestellte Alternative zu Blut gibt es nicht. Deshalb sind Krankenhäuser auf freiwillige Blutspenderinnen und Blutspender angewiesen.

Am Klinikum Karlsruhe ist die Lage aktuell angespannt. Die anhaltende Hitzewelle sorgt dafür, dass weniger Menschen zur Blutspende kommen als sonst.

„Die Lage ist sehr schwierig. Unsere Reserven werden immer kleiner“, sagt Privat-Dozent Dr. Andreas Ruf. Er leitet die Abteilung für Transfusionsmedizin, Hämostaseologie und Zelltherapeutika am Klinikum Karlsruhe, zu der auch die Blutspende gehört.

Blutspenden auch bei Hitze möglich

Das Klinikum betont: Auch bei hohen Temperaturen ist eine Blutspende möglich. Die Räume der Blutspendezentrale sind klimatisiert, außerdem gibt es kühle Getränke.

„Jede einzelne Spende zählt – und trägt dazu bei, Leben zu retten. Die Räume der Blutspendezentrale sind klimatisiert und es gibt kühle Getränke, so dass Blutspenden auch bei großer Hitze problemlos möglich ist“, so Ruf.

KSC-Spieler unterstützen den Aufruf

Um auf die Situation aufmerksam zu machen, waren am Donnerstag vier Spieler des Karlsruher SC in der Blutspendezentrale zu Gast: Marvin Wanitzek, Sebastian Jung, Christoph Kobald und Neuzugang Kevin Wiethaup.

Auch KSC-Kapitän Marvin Wanitzek ruft dazu auf, Blut zu spenden:

„Wir wissen, wie wichtig Blutspenden für unser Gesundheitssystem sind“, sagt Wanitzek. „Wer körperlich dazu in der Lage ist, kann mit regelmäßigen Blutspenden sogar Leben retten.“

Mögliche Folgen für planbare Operationen

Wenn Blutkonserven fehlen, kann das Auswirkungen auf die medizinische Versorgung haben. Die Notfallversorgung sei laut Klinikum immer gewährleistet. Im schlimmsten Fall könnten aber planbare Operationen verschoben werden, wenn nicht genug Blutkonserven vorhanden sind.

„Die Notfallversorgung bleibt immer gewährleistet. Denkbar wäre aber zum Beispiel, dass planbare Operationen verschoben werden müssten, weil nicht ausreichend Blutkonserven vorhanden sind“, erklärt Ruf.

Am Klinikum Karlsruhe sei das bislang zum Glück noch nie passiert. Damit das so bleibt, werden dringend mehr Spenderinnen und Spender gebraucht.

Besonders Erstspenderinnen und Erstspender gesucht

Das Klinikum Karlsruhe wirbt aktuell besonders um Menschen, die zum ersten Mal Blut spenden möchten. Blut spenden können gesunde Menschen ab 18 Jahren. Der Ablauf dauert inklusive Ruhezeit etwa eine Stunde.

Wer regelmäßig spendet, hat laut Klinikum mehrere Vorteile. Jede Blutspende wird im Labor untersucht – unter anderem auf Antikörper sowie auf Infektionskrankheiten wie Hepatitis B und C oder HIV. Außerdem werden bei jeder fünften Blutspende weitere Werte kontrolliert, darunter Cholesterin, Blutfette, Leber- und Nierenwerte sowie Harnsäure.

„Wenn die Laborwerte von der Norm abweichen, werden die Spenderinnen und Spender von uns informiert – das ist ein kleiner Gesundheitscheck“, sagt Ruf.

Ab der zweiten Spende gibt es außerdem eine Aufwandsentschädigung. Der wichtigste Punkt bleibt für Ruf aber ein anderer:

„Der mit Abstand wichtigste Vorteil ist aber klar: Eine Blutspende rettet Leben! Man trägt also direkt dazu bei, dass die medizinische Versorgung gut funktioniert.“

So könnt Ihr Blut spenden

Alle Informationen zur Blutspende beim Klinikum Karlsruhe gibt es online unter:
https://www.klinikum-karlsruhe.de/einrichtungen/spezielle-medizinische-einrichtungen/blutspendezentrale

Termine können hier gebucht werden:
https://reservierung.blutspende-karlsruhe.de/

Auch Spenderinnen und Spender ohne Termin sind willkommen. Dann kann es allerdings zu längeren Wartezeiten kommen. Erstspenderinnen und Erstspender ohne Termin sollen sich spätestens eine halbe Stunde vor Ende der Öffnungszeiten am Empfang melden. Gruppen mit mehr als fünf Personen werden gebeten, sich vorher anzumelden.

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