Calw (pm/tk) – Die Hermann-Hesse-Bahn hat im Februar über 25.000 Passagiere befördert und damit die ursprünglichen Nachfrageprognosen zwischen Calw, Althengstett, Ostelsheim und Weil der Stadt deutlich übertroffen. Ein starkes Signal für die Attraktivität der reaktivierten Bahn.
Besonders bemerkenswert ist dieses Ergebnis vor dem Hintergrund, dass die Bahn derzeit noch nicht unter optimalen Bedingungen betrieben wird: Parallel zur Schiene verkehren weiterhin Buslinien und die Züge fahren noch im eingeschränkten Takt. Mit einem dichteren Taktangebot und einem vollständigen Ersatz des Busparallelverkehrs ist künftig ein noch deutlich höheres Fahrgastpotenzial zu erwarten.
Insbesondere der Eröffnungstag, der 1. Februar, stach heraus: Mit 3.490 Fahrgästen an einem einzigen Tag wurde die offizielle Nachfrageprognose von 3.000 Fahrgästen um rund 20 Prozent über troffen. Zu Beginn des Monats sowie an sonnenreichen Wochenendtagen verzeichnete die Hermann-Hesse-Bahn vereinzelt kleinere Überlastungen, bei denen die Nachfrage die Sitzplatzkapazität überstieg.
Der Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn arbeitet intensiv daran, das Angebot auf der Strecke sukzessive zu verbessern. So erfolgte zum 12. April eine Ausweitung der Betriebszeiten sowie eine Anpassung der Taktzeiten. Seither fahren die Züge von 5:30 Uhr morgens bis nach Mitternacht. Diese deutliche Ausweitung der Betriebszeiten sorgt dafür, dass die Bahn eine noch attraktivere Alternative zum Auto wird.
Besonders für die späte Heimkehr bietet der neue Plan maximale Sicherheit: Die letzte Abfahrt ab Weil der Stadt in Richtung Calw erfolgt um 00:06 Uhr, während die letzte Rückfahrt ab Calw um 00:34 Uhr startet. Ab Juni ist eine Taktverdichtung zum 30 Min-Takt sowie die Verlängerung der Hermann-Hesse-Bahn bis nach Renningen geplant. Dort können dann die Fahrgäste zur S60 bequem Richtung Böblingen, aber auch mit verlängerter Umsteigezeit zur S6 Richtung Stuttgart umsteigen.
Ab Ende Juli 2026 wird dann der Busverkehr komplett umgestaltet, da dann die Bahn dessen Funktion vollständig übernehmen kann. Dann entfällt der Parallelbusbusverkehr und stattdessen werden Buszubringer zu den Bahnstationen der Hermann-Hesse-Bahn als Rückgrat des ÖPNV in der Region eingerichtet.
Fahrpläne und Ausflugstipps sind online verfügbar unter: www.Hermann-Hesse-Bahn.de unter der Rubrik Fahrplan & Mitfahren.