Heftige Unwetter fordern die Einsatzkräfte in der Region

05. Juli 2021 , 11:09 Uhr

Landkreis Karlsruhe/Pforzheim (er24/pol/ass) – Starker Regen und Gewitter sorgen für Chaos in der Region. Vor allem in Karlsbad hat das Unwetter große Schäden angerichtet, wie Einsatz-Report24 mitteilte.

Karlsbad mit am schlimmsten betroffen

Eine große und hartnäckige Unwetterzelle zog über den Südwesten. Am stärksten traf es hierbei den südlichen Landkreis Karlsruhe, vor allem Karlsbad und seine Nachbarorte. Hier wurde der Ort bei dem kurzen aber kräftigen Unwetter vom Regen überschwemmt. Ganze Straßenzüge wurden zu reißenden Flüssen, dutzende Keller liefen voll. Von einem angrenzenden Feld drückten die Wassermassen in ein Wohngebiet. Doch nicht nur Wasser, sondern auch Schlamm, Lehm und Geröll wurden mitgespült. Die Kanalisation versagte nach kurzer Zeit und über einen Meter hoch schoss der Schlamm in die Häuser hinein.

Viele Häuser stehen unter Wasser

In der Ortsmitte von Langensteinbach befanden sich zu Beginn mehrere Personen in akuter Gefahr nachdem sie mit ihren Fahrzeugen im Wasser feststeckten. Mehrere Bewohner pumpten Wasser aus ihren Kellern. Bei einer Familie lief der ganze Keller voller Wasser. Die Heizungsanlage und Elektronik in vielen Häusern brach zusammen. Ein Kindergarten lief ebenso wie ein Supermarkt voller Wasser, so Einsatz-Report24.

Einsatzkräfte im Dauereinsatz

Über 60 Einsatzstellen gab es alleine in der kleinen Ortschaft Langensteinbach. Viele Bewohner nahmen jedoch selbst Pumpen und Wassersauger vor, da die Feuerwehr die Masse an Einsatzstellen nicht alle zeitgleich bedienen konnte. Bereits vor zwei Wochen versank der Ort nach einem Unwetter in den Wassermassen. Die Aufräumarbeiten werden noch mehrere Tage andauern.

Heftiger Starkregen auch in Pforzheim

Auch in Pforzheim hatten die Einsatzkräfte jede Menge Arbeit. Neben ausgehebelten Gullydeckeln, umgestürzten Bäumen sowie mit Wasser voll gelaufenen Kellerräumen, mussten auch die Folgen eines Erdrutsches im Bereich Hanfackerweg beseitigt werden. Gegen 15:30 Uhr konnten die 15 unwetterbedingten Vorgänge abgeschlossen werden. Im Einsatz waren neben der Berufsfeuerwehr Pforzheim auch die freiwilligen Kräfte der Abteilungen Dillweißenstein, Büchenbronn, Haidach und Brötzingen-Weststadt. Zusätzlich mussten die Kräfte in der Zeit auch medizinische Notfälle, eine Tierrettung, eine Türnotöffnung und einen automatischen Brandmeldealarm in einem Betrieb abarbeiten. Das teilte die Feuerwehr Pforzheim in einer Pressemeldung mit.

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