Hagel zeigt Verständnis für Ungeduld bei grün-schwarzen Sondierungen

10. April 2026 , 12:38 Uhr

Baden-Württemberg (dpa/dk) – Fast fünf Wochen nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg ist noch immer offen, ob Grüne und CDU in Koalitionsverhandlungen gehen. CDU-Landeschef Manuel Hagel zeigt Verständnis für die wachsende Ungeduld – und hält trotzdem an seinem Zeitplan fest.

Noch keine Entscheidung nach fast fünf Wochen

Auch mehrere Wochen nach der Landtagswahl im Südwesten sind die Sondierungen zwischen Grünen und CDU noch nicht abgeschlossen. Ob beide Parteien in Koalitionsverhandlungen für eine Fortsetzung von Grün-Schwarz gehen wollen, ist weiter offen.

Weitere offizielle Treffen wurden bislang nicht bekannt. Ein genauer Zeitplan für eine Entscheidung steht ebenfalls noch aus.

Hagel wirbt um Vertrauen

CDU-Chef Manuel Hagel sagte der Deutschen Presse-Agentur, er könne die zunehmende Ungeduld nachvollziehen. „Wenn Bürgerinnen und Bürger, wenn Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und die Wirtschaft im Land im Moment etwas ungeduldig werden, verstehe ich das“, sagte Hagel in Stuttgart.

Gleichzeitig bat er um Vertrauen in sich und Grünen-Verhandlungsführer Cem Özdemir.

Ziel bleibt eine neue Regierung bis Mitte Mai

Hagel betonte, er setze alles daran, dass Baden-Württemberg in den kommenden fünf Jahren verlässlich regiert werde. „Wir haben als CDU versprochen, dass wir ein Programm des Aufbruchs wollen und werden nun in diese Richtung auch etwas hinbekommen.“

Nach seinen Worten arbeiten die Beteiligten daran, „eine effiziente Regierung mit einem anspruchsvollen Programm zu bauen“.

An seinem Ziel hält Hagel fest: Die neue Regierung soll bis Mitte Mai stehen. „Ich bin überzeugt, dass wir wie geplant ab Mitte Mai eine ordentliche Regierung aufstellen und der Ministerpräsident am 13. Mai im Landtag gewählt wird“, sagte der CDU-Chef.

Grüne äußern sich nicht zum Stand

Von den Grünen gibt es unterdessen keine neuen Angaben zum aktuellen Stand. Ein Sprecher der Partei teilte mit, man wolle die laufenden Verhandlungen derzeit nicht kommentieren.

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Während die Gespräche in Baden-Württemberg weiter laufen, sind andere Länder bereits weiter. In Rheinland-Pfalz, wo zwei Wochen nach Baden-Württemberg gewählt wurde, hatten CDU und SPD ihre Sondierungen bereits vor einigen Tagen abgeschlossen.

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