Grüner Wärmedeal: John-Deere-Werk in Bruchsal setzt künftig auf Fernwärme

05. März 2026 , 16:33 Uhr

Bruchsal (pm/dk) – Ein wichtiger Schritt für die Energiewende in der Region: Das John-Deere-Werk in Bruchsal soll künftig mit grüner Fernwärme versorgt werden. Dafür haben der Landmaschinenhersteller und die Stadtwerke Bruchsal jetzt entsprechende Verträge unterzeichnet.

Fernwärmeleitung zum Werk geplant

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Stadtwerke das Werk künftig mit Wärme aus dem Fernwärmenetz beliefern. Dafür wird eine rund 900 Meter lange Fernwärmeleitung vom Linkenheimer Weg zur John-Deere-Straße gebaut.

Dort betreibt John Deere unter anderem:

Zusätzlich übernimmt die Stadtwerke Bruchsal auch die Energiezentrale des Werks.

Geothermie als wichtiger Baustein

Ein Teil der Fernwärme soll künftig aus geothermischer Energie stammen. Laut Stadtwerken liegt der Anteil erneuerbarer Energien im Fernwärmenetz dadurch zunächst bei mindestens 60 Prozent. Bis 2035 soll er nahezu 100 Prozent erreichen.

SWB-Geschäftsführer Sebastian Haag sagt:
„Für Haushalte und Unternehmen bedeutet Geothermie Planungssicherheit: stabile Wärmepreise, regionale Wertschöpfung und eine zukunftsfähige Versorgung.“

Großkunde für den Fernwärmeausbau

Für die Stadtwerke spielt John Deere eine wichtige Rolle beim Ausbau des Fernwärmenetzes. Als sogenannter Ankerkunden – also Großabnehmer – trägt das Unternehmen dazu bei, den Ausbau wirtschaftlich voranzubringen.

Nachhaltigkeit für den Standort

Auch für John Deere hat die Kooperation große Bedeutung. Werkleiter Sven Künstler sagt:
„Die Partnerschaft mit den Stadtwerken Bruchsal verbindet Nachhaltigkeit mit Standortstärkung: Wir setzen künftig am Standort in Bruchsal auf geothermisch erzeugte, grüne Wärme und reduzieren damit den Einsatz fossiler Energieträger.“

Schritt weg vom Erdgas

Der Standort Bruchsal war in den 1980er-Jahren ursprünglich an das Erdgasnetz angeschlossen worden. Mit Blick auf das Klimaschutzgesetz und den geplanten Ausstieg aus Erdgas bis 2045 soll nun schrittweise auf klimafreundliche Energie umgestellt werden.

Langfristig soll durch den Ausbau des Fernwärmenetzes auch die Bruchsaler Kernstadt und weitere Gebiete klimaneutral mit Wärme versorgt werden.

Anzeige
Energiewende Region Karlsruhe Fernwärme Bruchsal Fernwärmenetz Ausbau Geothermie Bruchsal grüner Wärmevertrag Industrie Nachhaltigkeit Baden-Württemberg John Deere Bruchsal Stadtwerke Bruchsal

Das könnte Dich auch interessieren

23.07.2025 Busfahren in Bruchsal wird ab August teurer Bruchsal (pm/svs) - Alles wird teurer - auch das Busfahren in Bruchsal: Ab dem 1. August steigen die Preise. Die Stadtbusverkehr Bruchsal GmbH hebt den Preis der MONA-Monatskarte von 61,50 Euro auf 65,00 Euro an. Auch die Jahreskarte wird teurer: Sie kostet künftig 650,00 Euro statt wie bisher 615,00 Euro. 02.07.2025 Störung im Wasserwerk Bruchsal: Stadt ruft zum Wassersparen auf Bruchsal (pm/dk) -  Eine technische Störung im Wasserwerk Bruchsal sorgt aktuell dafür, dass die Wasserversorgung nur eingeschränkt funktioniert. Um weiterhin alle Haushalte und Einrichtungen mit Trinkwasser versorgen zu können, ruft die Stadt die Bevölkerung dringend zum Wassersparen auf. 21.05.2025 Spontaner Saisonstart: Bruchsaler Freibad SaSch! ab Donnerstag geöffnet Bruchsal (pm/dk) – Endlich wieder Sonne, Wasser und Freibadpommes! Gerade mal einen Tag vorher haben die Stadtwerke Bruchsal verkündet, dass am Donnerstag, 22. Mai,  das SaSch!-Freibad in in den Sommerbetrieb startet. Die beiden Stadtteilbäder in Heidelsheim und Obergrombach folgen am Dienstag, 27. Mai. 06.03.2026 Spargel ab Mitte März - so viel kostet das Kilogramm Bruchsal (dpa/tk) - Dank des Frühlingswetters können sich Genießer schon bald auf den ersten Spargel aus Baden-Württemberg freuen. Nennenswerte Erntemengen werde es vom 20. März an geben.