Grün-Schwarz in Baden-Württemberg: Sondierungen starten am Dienstag

22. März 2026 , 20:40 Uhr

Baden-Württemberg (dpa/dk) – Zwei Wochen nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg geht es in Stuttgart in die nächste politische Phase: Die Gespräche über eine mögliche neue Landesregierung starten. CDU und Grüne beginnen am Dienstag mit den offiziellen Sondierungen.

Erstes Treffen in Stuttgart

Wie jetzt bekannt wurde, startet die erste Gesprächsrunde am Dienstag um 10 Uhr in der Stuttgarter Innenstadt. Die CDU nahm die Einladung von Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir und dessen Parteispitze offiziell an.

In den Sondierungen wollen beide Seiten ausloten, ob es genug Gemeinsamkeiten für eine neue Landesregierung gibt. Auf diese Gespräche folgen in der Regel offizielle Koalitionsverhandlungen.

Siebenköpfige Teams auf beiden Seiten

Beide Parteien gehen mit siebenköpfigen Teams in die Gespräche.

Für die Grünen sitzen Cem Özdemir, die Landeschefs Lena Schwelling und Pascal Haggenmüller, Fraktionschef Andreas Schwarz, Finanzminister Danyal Bayaz, Umweltministerin Thekla Walker und Innenexperte Oliver Hildenbrand am Tisch.

Die CDU schickt neben Spitzenkandidat und Landeschef Manuel Hagel auch Innenminister Thomas Strobl, Bauministerin Nicole Razavi, Generalsekretär Tobias Vogt, den Vorsitzenden des CDU-Bezirks Nordbaden Moritz Oppelt, den Bezirkschef von Nord-Württemberg Steffen Bilger sowie die künftige Freiburger Finanzbürgermeisterin Carolin Jenkner in die Gespräche.

Vieles spricht wieder für Grün-Schwarz

Die beiden Parteien regieren in Baden-Württemberg bereits seit 2016 zusammen. Auch nach der Landtagswahl gilt eine Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition als einzige realistische Option.

Eine Zusammenarbeit mit der AfD wird von den übrigen im Landtag vertretenen Parteien ausgeschlossen. Andere Mehrheiten gibt es nicht.

Pattsituation nach der Wahl

Bei der Landtagswahl am 8. März waren die Grünen mit Cem Özdemir auf 30,2 Prozent gekommen und damit knapp stärkste Kraft geworden. Die CDU landete mit 29,7 Prozent dicht dahinter.

Im neuen Landtag haben aber beide Parteien jeweils 56 Sitze. Damit gibt es eine ungewöhnliche Pattsituation.

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