Karlsruhe (pm/dk) – Es ist ein Schock für Eltern, Kinder und Beschäftigte: Der größte KITA-Träger der Stadt ist insolvent. Doch die Stadt Karlsruhe schaut nach vorne und will alles daransetzen, dass die Betreuung in den betroffenen Kitas weiterläuft. Nach dem Insolvenzantrag der Pro Liberis gGmbH und der Lenitas gGmbH hat die Stadt Maßnahmen angekündigt, um die Fortführung des Kita-Betriebs bestmöglich zu unterstützen.
Pro Liberis und Lenitas, beide mit Sitz in Karlsruhe, haben am 5. Februar 2026 Insolvenzantrag gestellt. Die beiden gemeinnützigen Träger betreiben 18 Kitas in Karlsruhe sowie 9 weitere Einrichtungen in der Region.
Schon im Januar konnten 600 Angestellte kein Gehalt bekommen. Beabsichtigt ist nach den Worten des Geschäftsführers der beiden Gesellschaften Peer Giemsch, mit Hilfe eines Insolvenzverwalters die Situation in den Griff zu bekommen, alle Betroffenen weiterzubeschäftigen und – auch nachträglich für Januar – zu bezahlen. «Die Betriebsfortführung ist im Interesse der öffentlichen Hand», sagte Giemsch. Man sei mit allen betroffenen Kommunen im Gespräch. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden seien bis Ende März über das Insolvenzgeld gesichert, hieß es dazu auch in einer Pressemitteilung der beiden Gesellschaften.
Gleichzeitig stellt die Stadt klar: Eine Zahlungsunfähigkeit eines privatwirtschaftlichen Trägers kann von der Kommune nicht verhindert werden.
Von der Insolvenz sind insgesamt rund 1.350 Kita-Betreuungsplätze betroffen, davon etwa 900 in Karlsruhe. Zudem arbeiten in den Einrichtungen rund 610 Mitarbeitende.
Lenitas bietet neben der Kinderbetreuung auch Leistungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe an. Dazu zählen unter anderem eine Jugendwohngemeinschaft, eine Wohngruppe sowie eine Familienwerkstatt.
Die Stadt Karlsruhe betont, dass ein Insolvenzantrag nicht automatisch bedeutet, dass die Kinderbetreuung unterbrochen wird. Ziel sei es, schnell Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, um die Kontinuität der Betreuung für die Kinder zu sichern.
Eltern, die Fragen haben oder Unterstützung benötigen, können sich direkt an die Kita-Träger Pro Liberis und Lenitas wenden. Zusätzlich steht die Behördennummer 0721 133 3333 zur Verfügung – erreichbar montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr.
Darüber hinaus kündigt die Stadt Karlsruhe an, ein Informationsschreiben an die Eltern zu versenden.
Karlsruhe-Stadt
Kita Flohkiste
Kita Rabennest
Kita Drachenhöhle
Kita Räuberkiste
Kita Naseweis
Kita Wasserfrösche
Kita Bienenkörbchen
Kita Stadtvilla
Grünwinkel
Kita Villa Siebenschläfer
Oststadt
Kita Burgpiraten
Durlach
Kita Zwergenstübchen
Kita Amalienschlössle
Kita Weltenbummler
Kita Turmspatzen
Grünwettersbach
Kita Dorfwies
Stupferich
Kita Mäusenest
Region
Kita Glückspilze (Rheinstetten)
Kita Grashüpfer (Stutensee)
Kita Wichtelgarten (Weingarten)
Kita Kraichgaumäuse
Neben den Pro-Liberis-Einrichtungen sind auch folgende Lenitas-Kitas von der Insolvenz betroffen – sowohl in Karlsruhe als auch in der Region:
Karlsruhe
Kita Entdeckerraupen
Kita Farbenspiel
Kita Zauberwürfel
Karlsbad
Bauernhofkindergarten
Kita Kleine Strolche
Ettlingen
Kita Filzli
Kita Kinderspinnerei
Pforzheim
Kita Goldstückchen
Kita Edelsteinchen
Region
Kita Wald- und Wiesenknirpse (Burbach)