Gaggenau (er24/tk) – Ein regelrechtes Inferno wütete am Abend mitten in Michelbach. Zahlreiche Anwohner wurden sicherheitshalber evakuiert. Das Feuer drohte auf weitere Gebäude überzugreifen. Anhaltende Sommerhitze und die extreme Wärmeabstrahlung der Flammen verlangte den Feuerwehrkräften alles ab. Jetzt gibt es eine Spendenaktion für die Betroffenen.
Aus bislang ungeklärter Ursache geriet gegen 20.15 Uhr ein Wohn- und Geschäftsgebäude mit angeschlossener Schreinerei und Lagergebäude im Heilweg in Vollbrand. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich daraus ein Großeinsatz der Feuerwehr. Temperaturen von deutlich über 30 Grad Celsius haben den Einsatzkräften dabei alles abverlangt. „Die Gluthitze und die weiterhin hohen Temperaturen auch in der Nacht machen die Löscharbeiten extrem belastend. Zahlreiche Atemschutzgeräteträger mussten eingesetzt werden.“, sagte ein Sprecher.
Etliche Anwohner sind Betroffen, auch Familien, die nach Hause kamen, als das Feuer bereits ausgebrochen war. Zu einer der Familien gehören drei kleine Jungs, und innerhalb kurzer Zeit haben die fünf alles verloren: ihr Zuhause, ihre Kleidung, die Spielsachen der Kinder – einfach alles. Daher werden Spenden gesammelt – hier gehts zur Spendenaktion.
Die Feuerwehr konzentrierte sich zunächst darauf, den Brand unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Zur Entlastung der Feuerwehrleute versorgte das Deutsche Rote Kreuz die Einsatzkräfte fortlaufend mit Trinkwasser.
Für eine Überraschung sorgte eine örtliche Brauerei in der Nacht: Diese erkannte den Ernst der Lage sofort und stellte kurzerhand ihren Getränkewagen an den Brandort. So konnten alkoholfreie kalte Getränke gezapft und dadurch die Einsatzkräfte bei 28 Grad in der Nacht versorgt werden.
Rund 25 Anwohner aus den vorsorglich geräumten Häusern im Heilweg wurden evakuiert, so die Polizei. Für sie richtete die Stadt in der Wiesentalhalle eine Anlaufstelle ein. Nach ersten Erkenntnissen wurden bei dem Brand keine Menschen verletzt.
Aufgrund der langwierigen Nachlöscharbeiten waren die Feuerwehr, die Rettungskräfte und auch das Technische Hilfswerk noch bis tief in die Nacht im Einsatz. Das Gebäude musste eingerissen werden um alle Glutneser ablöschen zu können. Die Ermittlungen zur Ursache des Feuers dauern an.