Baden-Württemberg (dpa/dk) – In Baden-Württemberg gibt es in diesem Winter deutlich mehr Grippefälle als noch im vergangenen Jahr. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden seit Anfang Dezember bis zur ersten Januarwoche 6.526 bestätigte Influenzafälle an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es lediglich 1.451 Fälle. Auch andere Atemwegsinfektionen, darunter Corona, nehmen derzeit wieder spürbar zu.
Nach Einschätzung des Ministeriums hängt der starke Anstieg mit dem frühen Beginn der Grippesaison zusammen. Zwar seien es mehr als viermal so viele Grippefälle wie im Vorjahr, allerdings habe die Saison 2025/26 auch deutlich früher begonnen.
Das Robert Koch-Institut (RKI) legte den Start der aktuellen Grippesaison auf die 48. Kalenderwoche 2025 fest – also auf die letzte Novemberwoche. Damit begann die Saison zwei bis drei Wochen früher als in den beiden Jahren zuvor.
Eine Grippe wird überwiegend durch Tröpfchen übertragen, etwa beim Husten oder Niesen. Laut RKI vergehen von der Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch durchschnittlich ein bis zwei Tage. Typisch sind ein plötzliches Krankheitsgefühl, Fieber, Husten, Halsschmerzen und Kopfschmerzen.
Die Ständige Impfkommission (Stiko) warnt besonders ältere Menschen, chronisch Kranke sowie Säuglinge und Kleinkinder. Schwere Krankheitsverläufe mit Krankenhausaufenthalten treffen vor allem Menschen über 60 Jahre, Personen mit Vorerkrankungen und sehr junge Kinder.
Die Stiko empfiehlt die Grippeschutzimpfung insbesondere für:
Wichtig zu wissen: Der volle Impfschutz baut sich erst nach 10 bis 14 Tagen auf.