Graues Küken im Karlsruher Zoo: Zwergflamingo-Nachwuchs geschlüpft

01. April 2026 , 09:24 Uhr

Karlsruhe (pm/dk) – Im Karlsruher Zoo gibt es kurz vor Ostern besonderen Nachwuchs: Ein kleiner Zwergflamingo ist aus dem Ei geschlüpft. Noch sieht das Jungtier allerdings gar nicht so aus, wie viele sich einen Flamingo vorstellen würden. Statt rosa ist das Küken derzeit grau und flauschig.

Rosa wird der Nachwuchs erst viel später

Seit Montag erkundet der kleine Zwergflamingo im Zoo seine neue Umgebung. Bis das typische rosa Federkleid zu sehen ist, dauert es aber noch mehrere Jahre. Nach Angaben von Zoo-Sprecher Timo Deible ist es erst mit etwa drei Jahren so weit.

Die ersten Tage bleibt das Küken am Nest

Zunächst bleibt das Jungtier im und rund um das Nest. Dieses Nest ist wie ein Kegelstumpf aus Erde und Schlamm gebaut.

Versorgt wird der Nachwuchs von Mutter- und Vatertier. Beide füttern das Küken mit einer Art Kropfmilch, die in der Speiseröhre der Eltern gebildet wird. Die Zwergflamingos wachsen laut Zoo recht schnell und können nach etwa zehn Wochen selbstständig fressen.

Die Farbe kommt über die Nahrung

Dass Flamingos rosa werden, hängt mit ihrer Nahrung zusammen. Die Kropfmilch enthält laut Zoo Carotinoide und Blutzellen und ist deshalb rot gefärbt. So nimmt das Küken nach und nach die Farbstoffe auf, die später das Gefieder färben.

Die älteren Tiere ernähren sich nach Angaben des Zoos von Algen und Kleinkrebsen. Zwergflamingos werden 80 bis 90 Zentimeter groß und zwei bis vier Kilogramm schwer.

Zuchterfolge sind selten

In der freien Natur leben Zwergflamingos vor allem an Salz- und Sodaseen. Die wichtigsten Brutgebiete liegen in Tansania und Kenia. Kleinere Brutpopulationen gibt es im westlichen und südlichen Afrika.

Die Art gilt infolge der Lebensraumzerstörung in der Natur als potenziell gefährdet. In Zoos werden Zwergflamingos zwar gehalten, ihre Zucht gelingt aber nur selten. Nach Angaben des Zoo-Sprechers sind im vergangenen Jahr europaweit nur in zwei Zoos Küken geschlüpft.

Im Karlsruher Zoo gab es dagegen in der Vergangenheit regelmäßig Nachwuchs.

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