Mönchengladbach (dpa/tk) – Borussia Mönchengladbach ist vier Tage nach dem ersten Sieg der Saison auch der Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals gelungen. Trotz gut 50-minütiger Unterzahl besiegte der Bundesligaletzte den Zweitliga-Vorletzten Karlsruher SC mit 2:0 (1:0).
Am Dienstagabend schossen Robin Hack (7. Minute) und der eingewechselte Lukas Ullrich (49.) das Team von Trainer Alexander Blessin in die nächste Runde. Philipp Sander sah wegen einer Notbremse Ende der ersten Halbzeit (39.) die Rote Karte.
KSC-Trainer Maximilian Senft hat nach dem verheerenden 1:6 beim 1. FC Magdeburg vier neue Spieler auf den Platz gestellt. Aber auch das hat nicht funktoniert.
Die Borussia startete stark in die Partie. Wie aus dem Lehrbuch kombinierten sich die Gladbacher aus einem Pressingversuch des KSC heraus. Im letzten Drittel entstand eine 5:3-Überzahl, die Shuto Machino auf Joe Scally und schließlich den Torschützen Hack, der nur noch einschieben musste, klasse ausspielten.
Wie fehlerhaft das Spiel der Fohlen aber noch ist, zeigte sich postwendend. Nach einem extrem weiten Abschlag von KSC-Keeper Hans Christian Bernat verweigerte Gladbachs Innenverteidiger Fabio Chiarodia das Laufduell mit seinem früheren Teamkollegen Shio Fukuda, der alleine auf Torhüter Daniel Batz zulief, jedoch scheiterte.
Zudem stand Fukuda leicht im Abseits.
Wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff ließ Gladbach-Kapitän Philipp Sander Fukuda entwischen und behalf sich, indem er den Japaner plump festhielt. Schiedsrichter Florian Lechner, der zunächst nur die Gelbe Karte gezeigt hatte, revidierte dies nach Ansicht der Videobilder und zeigte nachträglich glatt Rot wegen der Notbremse – vertretbar. Die Gladbacher taumelten nun gegen den KSC, retteten sich aber in die Pause.
Gladbachs Chefcoach Blessin reagierte zur Pause auf den Platzverweis und nahm dem offensiven Hugo Bolin vom Feld. Dafür kam Ullrich ins Spiel, der sogleich einen missratenen Pass von Karlsruhes Lilian Egloff erlief und im Zusammenspiel mit Hack erfolgreich konterte. Es endete mit Ullrichs Abschluss zum 2:0.
Die Gäste aus Karlsruhe übernahmen in ihrer Überzahl fortan die Spielführung, blieben offensiv gegen allerdings auch fleißig verteidigende Borussen aber harmlos.