Philippsburg (tk) – Die Wirth-Gruppe aus Waghäusel will auf dem ehemaligen Goodyear-Gelände ein riesiges Datacenter bauen. Der Gemeinderat stimmte nun einstimmig zu.
Ohne Gegenstimmen und lange Debatten hat der Gemeinderat in Philippsburg ein zukunftsträchtiges Projekt auf den Weg gebracht: „engrida“. Im Industriepark – dem ehemaligen Goodyear- und Hebel-Gelände – soll ein großes Rechenzentrum gebaut werden. Schon ab 2029 soll es schrittweise seinen Betrieb aufnehmen und bis zu 700 Arbeitsplätze nach Philippsburg bringen. Die Wirth-Gruppe investiert nach eigenen Angaben rund 20 Milliarden Euro in das Projekt.
In einem Rechenzentrum oder Datacenter, wie es die federführende Wirth-Gruppe bezeichnet, stehen tausende Server in riesigen Fabrikhallen. Diese einzelnen Computer miteinander verbunden stellen die Rechenkapazitäten zur Verfügung, die wir für das Internet brauchen – für Online-Banking, Streaming sowie Cloud und Künstliche Intelligenz. Die Server werden von Unternehmen gemietet – meist Tech-Großkonzerne.
Die Hitze, die so viele Rechner an einem Platz erzeugen, soll zudem sinnvoll weiterverwendet werden – als Fernwärme für die Haushalte in Philippsburg.