Pforzheim (dpa/dk) – Der GU/Türkischer SV Pforzheim ist ins Visier der Ermittler geraten. Im Zentrum stehen der Verdacht auf Geldwäsche, Bargeld in sechsstelliger Höhe und Edelmetalle im Millionenwert. Zwei Männer sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine Kontrolle Anfang Februar am Flughafen Stuttgart. Dort wurden 29 Vereinsmitglieder überprüft, als sie in die Türkei reisen wollten.
Nach Angaben von Zollfahndungsamt und Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart hatten die Verdächtigen insgesamt rund 215.000 Euro Bargeld bei sich. Die einzelnen Beträge sollen zwischen 4.000 und 9.900 Euro gelegen haben. Das Geld sollte mutmaßlich in die Türkei gebracht werden.
Noch am selben Tag wurden die Geschäftsräume von zwei Firmen sowie die Wohnungen von zwei Beschuldigten im Raum Pforzheim durchsucht.
Insgesamt kam es laut den Ermittlern zu zehn Hausdurchsuchungen. Dabei wurden zahlreiche Beweismittel und rund 220.000 Euro Bargeld sichergestellt.
Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehle gegen zwei Hauptbeschuldigte. Beide Männer befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Die beiden Hauptbeschuldigten sollen sich nach Angaben der Ermittler zusammen mit weiteren Verdächtigen seit 2022 Edelmetalle im Wert von mehreren Millionen Euro aus Straftaten verschafft haben. Diese sollen verarbeitet und verkauft worden sein, teils auch im Ausland.