Gehwege im Fokus: 15 Kommunen starten Fußverkehrs-Checks 2025

03. Juli 2025 , 04:26 Uhr

Baden-Württemberg (pm/dk) – Mehr Platz, mehr Sicherheit und mehr Aufmerksamkeit für den Fußverkehr: 15 Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg nehmen in diesem Jahr an den Fußverkehrs-Checks 2025 teil. Die Aktion steht unter dem Motto „Gehwege frei räumen“ und soll für mehr Bewusstsein und konkrete Verbesserungen im Straßenraum sorgen.

Staatssekretärin Zimmer: „Sicheres Gehen macht den Unterschied“

Ende Mai überreichte Verkehrsstaatssekretärin Elke Zimmer die Teilnahmeurkunden an die ausgewählten Kommunen. Dabei betonte sie: „Zu Fuß gehen macht nur dann wirklich Spaß, wenn wir uns auf den Bürgersteigen sicher bewegen können. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns gemeinsam mit den Kommunen für freie und gut zugängliche Gehwege einsetzen.“

Die Fußverkehrs-Checks bieten den Städten und Gemeinden die Möglichkeit, mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Fachleuten ins Gespräch zu kommen und im Rahmen von zwei Workshops und zwei Begehungen konkrete Maßnahmen zu entwickeln.

Workshops und Begehungen: Bürgerbeteiligung als Schlüssel

Beim Auftaktworkshop steht zunächst die Sensibilisierung für das Thema Fußverkehr im Mittelpunkt. Anschließend werden bei zwei Begehungen neuralgische Stellen im Ort begutachtet – inklusive Stolperfallen, Engstellen oder schlecht einsehbaren Querungen. Der Abschlussworkshop dient der Auswertung und dem Austausch über mögliche Lösungen.

Das Karlsruher Fachbüro Planersocietät begleitet alle Schritte der Analyse und erstellt für jede Kommune einen individuellen Ergebnisbericht.

Vielfalt in der Auswahl: Vom Kurort bis zur Großstadt

Die teilnehmenden Kommunen 2025 sind: Badenweiler, Balingen, Ellhofen, Eningen unter Achalm, Epfenbach, Hemsbach, Neuler, Oberkirch, Offenburg, Sachsenheim, Ulm, Urbach, Weil der Stadt, Willstätt und Zell unter Aichelberg. Die Auswahl spiegelt die Vielfalt im Land wider: vom kleinen Ort mit 2.400 Einwohnern bis zur Großstadt Ulm.

Einige Städte nutzen die Teilnahme als Einstieg in die Thematik barrierefreier Fußverkehr, andere sehen die Checks als Bestandsaufnahme ihrer bisherigen Fortschritte.

Baden-Württemberg bleibt bundesweiter Vorreiter

Seit dem Start der Fußverkehrs-Checks im Jahr 2015 haben landesweit bereits 120 Kommunen teilgenommen – über 300 haben sich mindestens einmal beworben. Die Landesregierung übernimmt die Kosten für die ausgewählten Kommunen vollständig.

Mit diesem langjährigen Engagement nimmt Baden-Württemberg bundesweit eine Vorreiterrolle in der Förderung des Fußverkehrs ein und setzt Maßstäbe in Sachen Bürgerbeteiligung und nachhaltiger Mobilität.

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