Pforzheim (pol/ms) – Ein gefährlicher Einsatz in Königsbach-Stein beschäftigt jetzt die Ermittler: In einem Wohnhaus sollen mehrere Propangasflaschen geöffnet und eine Gaszuleitung demontiert worden sein. Gegen einen 60-jährigen Tatverdächtigen wird wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt.
Nach aktuellem Ermittlungsstand hatte sich der Beschuldigte am vergangenen Wochenende von seiner Lebensgefährtin getrennt. Die Frau verließ daraufhin das gemeinsame Wohnhaus.
Am Montagnachmittag, den 25.05.2026, informierte sie die Polizei. Hintergrund war der Verdacht, dass sich der Mann das Leben nehmen wolle.
Am selben Abend ging die Lebensgefährtin noch einmal in das Wohnhaus. Dort nahm sie Gasgeruch wahr und alarmierte die Feuerwehr.
Die Einsatzkräfte stellten vor Ort fest, dass mehrere Propangasflaschen geöffnet worden waren. Außerdem war die Gaszuleitung demontiert worden. Dadurch konnte ungehindert Gas in das Gebäude strömen.
Ein hinzugezogener Energieversorger kam laut Polizei zu der Einschätzung, dass bereits eine geringe Zündquelle ausgereicht hätte, um eine Explosion auszulösen. Dabei hätten erhebliche Schäden an dem Reihenhaus und auch an angrenzenden Gebäuden entstehen können.
Der 60-jährige Beschuldigte wurde am frühen Morgen des 26.05.2026 vorläufig festgenommen. Am 27.05.2026 wurde er dem Haftrichter beim Amtsgericht Pforzheim vorgeführt.
Der Haftrichter ordnete antragsgemäß Untersuchungshaft an.
Das Kriminalkommissariat Pforzheim ermittelt weiter. Dabei geht es unter anderem um die genauen Umstände und die Hintergründe der Tat.