Freie Ausbildungsplätze in der Region: Kauffmann für E-Commerce in Wiesloch

04. September 2020 , 05:51 Uhr

Wiesloch (lk) – Auch in Zeiten von Corona suchen Betriebe neue Azubis. Für einige junge Menschen geht es bereits ab Anfang September in eine neue Ausbildung, doch es gibt noch offene Stellen. Corona hat selbst bei einigen Betrieben den Ausbildungsstart verschoben, so wie bei Anneliese Nanni, Personalleiterin bei Bike o Bello in Wiesloch. Dort gibt´s die Ausbildung zum Kaufmann für E-Commerce – ein recht neuer Ausbildungsberuf. Wir haben mit Anneliese Nanni über den Beruf, die Voraussetzungen und die Erfolgschancen gesprochen.

Anneliese, was macht bike o bello?

Wir sind ein Online-Händler der ersten Stunde. Bike o Bello ist ein Radsportversand für Bekleidung und Zubehör. Angefangen bei Radsportlern, aber inzwischen auch immer mehr für Freizeitradler und Berufspendler. Wir haben dadurch ein sehr großes Sortiment, viele italienische Marken sind dabei, was man in einem normalen Fahrradladen oder Onlineshop in dem Maß gar nicht findet. Dadurch erreichen wir die ganze Welt, sind international tätig und sind siebensprachig aufgestellt. Momentan haben wir zwei Ausbildungen im Angebot: ein Kaufmann für E-Commerce und eine Fachkraft für Lagerlogistik. Bewerbungen gehen direkt über unsere Homepage.

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?

Den Kaufmann für E-Commerce gibt es erst seit zwei Jahren als Ausbildungsberuf. Für uns ist das optimal, weil der E-Commerce Kaufmann alles macht, was bei uns im Online-Handel wichtig ist. Dazu gehört Marketing und natürlich die kaufmännischen Abläufe, daher sollte eine gewisse Begabung für Zahlen vorhanden sein. Mathematisches Verständnis, analytische Fähigkeiten, Umgang mit Statistiken. Wir müssen den Shop auch befüllen, daher haben wir viel mit Text-Content zu tun. Daher sollten Sprachbegabung und gutes Deutsch vorhanden sein. Kleinere Texte schreiben, sichere Rechtschreibung, guter Umgang mit den Kunden. Deutsch und Englisch setzen wir voraus. Jede weitere Sprache, die noch hinzu kommt, erfreut uns zusätzlich. Es ist einer der anspruchsvollsten Kaufmannsberufe, die es gibt. Daher sollte mindestens Abitur oder Fachabitur vorhanden sein. Auch Studienabbrecher werden gerne gesehen.

Wie läuft die Ausbildung bei Ihnen ab?

Wir legen großen Wert darauf, dass der Azubi die gesamte Firma in allen unterschiedlichen Bereiche und Stationen kennen lernt. Von der Pike auf das Handwerk erlernt. Wir sind systemgetrieben und prozessgetrieben, daher müssen wir immer über den Tellerrand schauen. Wir arbeiten in einem großen Team zusammen. Unsere Azubis werden intensiv in allen Bereichen gefördert und gefordert. Die schauen nicht nur über die Schulter, sondern machen es selbst und lernen dadurch jeden Tag ein bisschen mehr. Am Ende sollen sie das große ganze sehen und umsetzen. Weiter sollen sie beispielsweise Vertretungen oder kleinere Projekte übernehmen können. Am Ende soll der Azubi Kenntnisse in allen Bereichen besitzen.

Wie sind die Zukunftsaussichten in der Branche?

Ich denke ein Kaufmann im E-Commerce muss sich eigentlich keine Gedanken machen, irgendwann mal arbeitslos zu sein. Wir haben jetzt auch während Corona gesehen, dass der Internethandel die Zukunft ist. Die Läden in den Städten sind zwar ganz wichtig, aber selbst die bieten immer öfter E-Commerce-Shops an. Künftig wird es meiner Meinung nach nur noch beides in Verknüpfung geben – der Laden in der Fußgängerzone, der auch seinen kleinen Onlineshop hat. Das ist der Handel der Zukunft, da braucht sich niemand irgendwie Sorgen zu machen. Bei uns im Betrieb werden die Azubis gerne übernommen. Das ist unser ziel. Denn die Azubis kennen den Betrieb wie kein anderer. Für uns ist das ein Plus, besser wie jeder Quereinsteiger.

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