Freibadsaison startet - Wo im Südwesten die Preise steigen

04. Mai 2026 , 04:10 Uhr

Baden-Württemberg (dpa/tk) – Freibadbesucher müssen mancherorts tiefer in die Tasche greifen. Welche Gründe nennen die Betreiber für die Preise? Und wo bleiben sie konstant?

Städte mit Finanzproblemen

Zum Start in die Freibadsaison müssen sich die Menschen im Südwesten mancherorts auf höhere Eintrittspreise und eingeschränkte Öffnungszeiten einstellen. Grund dafür sind die großen Finanzprobleme von Städten und Gemeinden. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den größeren Städten in Baden-Württemberg.

In Stuttgart müssen Freibadnutzer für einen einzelnen Eintritt künftig zehn Prozent mehr bezahlen, dort steigen die Preise von 5,00 Euro auf 5,50 Euro. Auch in Ulm steigen die Preise um 50 Cent an, in Mannheim müssen Besucher sogar einen Euro mehr bezahlen als noch im vergangenen Jahr. In Karlsruhe wurde der Eintritt in allen städtischen Bädern einem Sprecher zufolge zum Jahresbeginn ebenfalls erhöht: Dort werden seither 1,50 Euro pro Eintritt mehr fällig.

In Freiburg, Heilbronn, Pforzheim und Heidelberg bleiben die Eintrittspreise Sprechern zufolge zum Start der neuen Freibadsaison stabil.

Steigende Personal- und Energiekosten

Der Gründe für die steigenden Eintrittspreise klingen in allen Städten ähnlich. Man reagiere mit den Preisanpassungen auf gestiegene Energie- und Personalkosten, teilte ein Sprecher der Stuttgarter Bäder mit. Die Hälfte der gestiegenen Preise sei auf die Badegäste umgelegt worden, die anderen Hälfte trage die Landeshauptstadt. Eine Sprecherin der Stadt Karlsruhe teilte mit, die Erhöhung der Eintrittspreise sei vom Gemeinderat im Zuge der «Haushaltssicherung» beschlossen worden.

In Baden-Württemberg werden Freibäder meist von Städten und Gemeinden betrieben. Diese warnen seit Jahren vor massiven Finanzproblemen. So musste etwa die Landeshauptstadt Stuttgart wegen massiver Rückgänge bei der Gewerbesteuer kurz vor Weihnachten einen scharfen Sparhaushalt verabschieden. Auch in Karlsruhe waren heftige Einschnitte bei den Ausgaben nötig.

Für das laufende Jahr rechnet der Städtetag mit einer weiteren Verschärfung der Finanzlage. Der jüngsten Steuerschätzung zufolge müssen die Kommunen mit 630 Millionen Euro weniger als eigentlich erwartet rechnen.

Personal fehlt vielerorts

Viele Betreiber von Freibädern berichten auch von Personalproblemen. Man suche weiterhin nach Personal, um einen sicheren und reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, teilte eine Sprecherin der Heilbronner Bäder mit. Auch aus Pforzheim hieß es, die Personallage sei sehr angespannt. Auswirkungen auf die Öffnungszeiten hat das aber in den meisten Städten keine. In Heilbronn öffnen bestimmte Bäder dieses Jahr etwas früher am Tag und schließen etwas früher am Abend. In Karlsruhe sollen laut Stadt in einem von vier städtischen Freibädern die Öffnungszeiten geändert werden.

Der Startschuss für die Freibadsaison fällt in den Städten recht unterschiedlich. In Stuttgart hat seit dem 25. April bereits ein Freibad geöffnet, auch in Heidelberg kann schon an der frischen Luft geschwommen werden. In Heilbronn, zwei Bädern in Stuttgart und zwei Bädern in Freiburg sollte am 1. Mai der Startschuss für die Openair-Saison fallen. Ab Mitte Mai dürften die Bäder in den größeren Städten dann fast flächendeckend geöffnet sein.

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