Stuttgart (dpa/dk) – Rund sechs Wochen nach einem schweren Angriff in einem Stuttgarter Einkaufszentrum ist eine 47 Jahre alte Frau an ihren Verletzungen gestorben. Sie war Ende Juli an ihrem Arbeitsplatz mit einem Messer angegriffen und anschließend in Brand gesetzt worden.
Nach Angaben der Polizei erlag die Frau nun ihren schweren Stich- und Brandverletzungen.
Der Angriff hatte sich am 23. Juli kurz nach der Öffnung des Einkaufszentrums ereignet. Die 47-Jährige arbeitete dort in einem Ladengeschäft.
Als Tatverdächtiger gilt der 54 Jahre alte, getrennt lebende Ehemann der Frau.
Er soll die 47-Jährige zunächst mit einem Messer attackiert und sie danach in Brand gesetzt haben.
Zeugen entdeckten den Mann später im Stadtteil Heumaden. Knapp zwei Stunden nach der Tat wurde er dort festgenommen.
Gegen den 54-Jährigen wurde ein gerichtlicher Unterbringungsbefehl erlassen. Er wurde daraufhin in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.
Nach Angaben der Polizei hatte der Mann seine Frau bereits Mitte Juni in einem Fall von Partnerschaftsgewalt leicht verletzt.
Daraufhin galt ein gerichtlich verhängtes Kontakt- und Annäherungsverbot. Der Mann hätte sich damit auch der Arbeitsstelle der Frau nicht nähern dürfen.
Laut Polizei hatte es bis zu dem Angriff keine Hinweise darauf gegeben, dass er gegen dieses Verbot verstoßen könnte.
Das Einkaufszentrum liegt am Mailänder Platz im Europaviertel, nur wenige Gehminuten vom Stuttgarter Hauptbahnhof entfernt.
Auf rund 43.000 Quadratmetern befinden sich dort etwa 200 Geschäfte sowie Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe.