Calw (dpa/tk) – Ein paar milde Nächte reichen schon und Molche, Frösche, Kröten und Salamander ziehen zu ihren Laichplätzen. Ihre Wanderung führt sie oft über Straßen, die schnell zur Todesfalle werden können. Daher werden wieder Helfer gesucht.
Der Landkreis Calw sucht zurzeit ehrenamtliche Amphibienschützer. «Im gesamten Landkreis gebe es Amphibienwanderstrecken, die nur durch die Hilfe von ehrenamtlichen Helfern weiterhin von den Amphibien genutzt werden können», lautet es in der Mitteilung. Jährlich sterben Hunderte Amphibien auf den Straßen, sagte Hans-Joachim Bek, Amphibienfachberater beim Nabu. «Es fehlt an vielen Stellen an Leuten, die mithelfen».
Die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer beginnt laut dem Landratsamt Calw bei Nacht und Nebel. Ausgestattet mit Handschuhen, Eimern und Taschenlampen begeben sich die Helfer zu den Wanderstrecken, welche hoch frequentierte Straßen queren. «Die Amphibien werden von einem Zaun, der am Straßenrand steht, daran gehindert, diese zu überqueren. Die Tiere werden in die Eimer gehoben und auf die andere Straßenseite gebracht. Dort werden sie freigelassen und die Wanderung wird fortgeführt.»
Der Kreis bittet die Autofahrer, Augen und Ohren offenzuhalten und Hinweisschilder zu beachten: Es gelte, Tiere und Helfer zu schützen.