Hockenheim (dpa/dk) – Die Formel 1 wieder am Hockenheimring – diesen Wunsch haben die Betreiber der Rennstrecke weiterhin. Als kurzfristiger Ersatz für ein anderes Rennen käme Hockenheim allerdings nur unter einer Bedingung infrage: Es müsste die Aussicht auf eine längerfristige Rückkehr geben. Konkrete Pläne liegen bislang nicht vor.
Sollten wegen der Spannungen im Nahen Osten weitere Formel-1-Rennen ausfallen, könnte auch Hockenheim als Ersatzstandort in Betracht kommen. Für die Betreiber wäre ein einmaliger Einsatz ohne weitere Perspektive allerdings nicht ausreichend.
Jorn Teske, einer der beiden Geschäftsführer der Hockenheim-Ring GmbH, sagte dem Fachportal „Formel.1“: „Wenn diese Möglichkeit, ein Ausfallrennen zu übernehmen, die Tür deutlich weiter aufmacht für einen Mehrjahresvertrag, für eine gesicherte Formel-1-Zukunft, dann ist das sicher ein Gedankenspiel, mit dem wir uns extrem beschäftigen werden“.
Bei einem einzelnen Ersatzrennen ohne Aussicht auf weitere Veranstaltungen stellt sich für Teske dagegen die Frage, ob sich der Aufwand lohnt. Finanziell wäre das aus seiner Sicht nicht der Fall.
Auch Co-Geschäftsführer Jochen Nerpel äußert sich zurückhaltend: „Ich kann es mir nicht vorstellen, dass wir mal eben einspringen.“
Hintergrund der Überlegungen sind die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf den Rennkalender. Nach Angaben der dpa sprang Sepang in Malaysia Anfang Oktober kurzfristig für Bahrain ein.
Für das Rennen in Sakhir konnte die Sicherheit nicht gewährleistet werden. Ob weitere Ersatzrennen notwendig werden und Hockenheim dabei eine Rolle spielen könnte, ist offen.
Grundsätzlich bleibt das Interesse an einer Rückkehr groß. Nerpel bezeichnet die Formel 1 in Hockenheim als seinen „absoluten Wunsch“ für die Zukunft.
Zuletzt gastierte die Motorsport-Königsklasse 2019 zum Großen Preis von Deutschland am Hockenheimring. Das bislang letzte Formel-1-Rennen auf deutschem Boden fand 2020 während der Corona-Zeit als Großer Preis der Eifel auf dem Nürburgring statt.
Beide Geschäftsführer betonen jedoch: Etwas Konkretes für eine Rückkehr nach Hockenheim gibt es derzeit nicht.