Karlsruhe (er24/pm/tk) – Großeinsatz heute morgen im Zoo: Das Tauchbecken im Eisbärengehege lief über Nacht fast leer. Mika und Nuka kamen von allein nicht mehr raus.
Donnerstag kurz nach 8:00 Uhr: Im Zoo Karlsruhe kommt es zu einem ungewöhnlichen Einsatz im Eisbärengehege. Über Nacht ist das Wasser im Tauchbecken fast komplett ausgelaufen. Am Morgen stellte sich heraus, dass die beiden Eisbären darin festsaßen. Wie der Zoos auf Facebook berichtete, war der Wasserstand so weit zurückgegangen, dass die Tiere das Becken nicht mehr eigenständig verlassen konnten.
Glücklicherweise war das Wasser noch so hoch, dass die Tiere darin stehen konnten und somit keine akute Lebensgefahr bestand. Dennoch befanden sie sich in einer misslichen Lage. Die Berufsfeuerwehr Karlsruhe wurde alarmiert und begannen damit, Wasser aus dem Schwanensee in die Anlage zu pumpen, um den Wasserstand im Tauchbecken wieder anzuheben.
Unterstützung erhielt die Berufsfeuerwehr vom Wasserförderungszug der Freiwilligen Feuerwehr Neureut sowie weiteren Kräften. Mit leistungsstarken Pumpen und Schlauchleitungen wurde eine Wasserversorgung vom See zur Eisbärenanlage aufgebaut. Der Bereich rund um das Eisbärengehege wurde weiträumig abgesperrt.
Wenige Minuten, nachdem die Tiere aus dem Becken gekommen waren, standen sie bereits wieder am Rand des Wasserbeckens und beobachteten das restliche Befüllen. Die Eisbären können die gesamte Anlage wieder nutzen. Derzeit ist noch nicht bekannt, weshalb der Wasserstand in der Nacht abgefallen ist. Die Wassertechnik wird jetzt überprüft, aktuell ist kein Wasserverlust mehr bemerkbar.
„Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Einsatzkräften der Feuerwehr, die sehr schnell vor Ort waren und uns und vor allem den Eisbären professionell und unkompliziert geholfen haben“, sagt der stellvertretende Zoodirektor Steffen Karcher, der als Chef vom Dienst dabei war.