Rund 16 Hektar Wald – was etwa der Fläche von 22 Fußballfeldern entspricht – stehen in Zell am Harmersbach in Flammen. Die Einsatzkräfte hätten die Lage inzwischen im Griff, erklärte der Kreisbrandmeister in der Nacht.
Zuvor war in einer Mitteilung des Ortenaukreises von einer «angespannten Situation» die Rede gewesen. Vor allem die Wasserversorgung für die Einsatzkräfte sei schwierig, erklärte ein Polizeisprecher. Der Brand liege demnach an einem steilen Hang und das Löschwasser müsse etwa 300 Meter nach oben gebracht werden. Auch Winde hätten das Feuer immer wieder angefacht.
Bis die Flammen gelöscht sind, wird es dauern. In Zell am Harmersbach seien mehr als 500 Einsatzkräfte im Einsatz, sagte Landrat Thorsten Erny. Auch Landwirte aus der Region halfen den Einsatzkräften mit Löschwasser. Sie seien «echte Helfer in der Not» gewesen. Ein Polizeihubschrauber sei zudem im Einsatz.
Auch im rund sechs Kilometer entfernten Steinach bei Biberach(Baden) loderten am Abend noch die Flammen. Der Brand ist laut Feuerwehr aber unter Kontrolle. Bei den Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht. Er sei wohlauf, sagte der Kreisbrandmeister.
Kurz nach Mitternacht brach noch ein weiterer Waldbrand bei Gengenbach aus. Zwei Wohnhäuser mussten evakuiert werden. Mittlerweile ist der Brand unter Kontrolle.
Kreisbrandmeister Frei appelliert an die Menschen, nichts Brennendes in die Natur zu werfen – die derzeit trockene Vegetation brennt wie Zunder.