Rastatt/Karlsruhe (pol/tk) – Ein Ferrari, Datenträger und zahlreiche Beweismittel: Zwei Männer sollen mit einer Fake-Kryptowährung mehrere hunderttausend Euro eingenommen haben. Beamte der Kriminalpolizei und des Cybercrime-Zentrums haben sechs Wohn- und Geschäftshäuser in Bühl, Hügelsheim, Baden-Baden, Sasbach und Karlsruhe durchsucht. Es geht um Betrug mit Fake-Kryptowährungen und Geldwäsche.
Hintergrund war ein 2025 eingeleitetes Verfahren: Die Kripo Rastatt führte gemeinsam mit der Spezialisten der Kriminalpolizei Offenburg und dem bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe eingerichteten Cybercrime-Zentrum umfassende Ermittlungen durch. Dabei erhärtete sich der Verdacht, dass zwei Männer im Alter von 28 und 35 Jahren durch ihr betrügerisches Vorgehen im Internet mindestens 200.000 Euro eingenommen haben sollen.
Zwischen Mai und August 2021 sollen sie im Internet und in sozialen Medien für die eigene virtuelle Währung geworben haben. Den Anlegern wurde suggeriert, dass es sich um hochspekulative, aber sicher angelegte Investitionen handele, bei denen die Tatverdächtigen selbst keinen Zugriff auf die eingezahlten Gelder hätten. Die Ermittlungen ergaben jedoch den Verdacht, dass weder eine Auszahlung noch die Möglichkeit einer Gewinnerzielung für die Getäuschten bestand.
Die bisherigen Ermittlungen mündeten nun in richterlichen Durchsuchungsbeschlüssen. Im Zuge der Ermittlungen konnten die Beamten eine Vielzahl an Beweismitteln und Datenträgern sicherstellen, deren Auswertung nun andauert.
Im Rahmen der Einsatzmaßnahmen wurde auch ein Ferrari zur Vollstreckung eines Vermögensarrests gepfändet.