Extremwetter: Wie Häuser jetzt sicherer werden

25. Mai 2025 , 10:40 Uhr

Nach ausgiebigen Regenfällen wurden Bayern und Baden-Württemberg sowie nahe Regionen Ende Mai und Anfang Juni 2024 von einer verheerenden Flut getroffen. Mehrere Menschen starben. Ersten Schätzungen zufolge lagen die Schäden in beiden Bundesländern bei 4,1 Milliarden Euro. Diese Zahl nannte damals unter anderem das bayerische Finanzministerium. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) beziffert die versicherten Schäden auf hochgerechnet 2 Milliarden Euro, unterscheidet aber ebenfalls nicht zwischen den Ländern. Im Vergleich der jüngeren Vergangenheit war das Juni-Hochwasser nach versicherten Schäden eines der schwersten.

55.000 Adressen im Land im hochwassergefährdet

In Zukunft dürften derartige Naturkatastrophen hierzulande noch zunehmen: «Aufgrund des Klimawandels und damit häufiger auftretenden Wetterextremen sind Schäden in Milliardenhöhe vorprogrammiert», teilte die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin, Anja Käfer-Rohrbach, mit. Von den mehr als drei Millionen Adressen in Baden-Württemberg sind den Versicherern zufolge rund 55.000 hochwassergefährdet. Die meisten liegen im Landkreis Rastatt, gefolgt vom Main-Tauber-Kreis und der Rems-Murr-Kreis.

Der GDV bietet zur Einschätzung der eigenen Gefährdung einen Hochwasser-Check im Internet an. Damit können Mieter und Hausbesitzer ihr Starkregen- und Hochwasser-Risiko ermitteln. Dazu müssen sie nur ihren Wohnort eingeben – kostenlos und ohne Anmeldung. Bauherren und Besitzer können aber auch noch mehr tun. Was man alles umsetzen kann, zeigt Architekt Sven Haustein von Bausparkasse Schwäbisch Hall:

Neubauten: So plant man von Anfang an wetterfest

Wer neu baut, kann viele Schutzmaßnahmen direkt einplanen. Diese Punkte sind Haustein zufolge entscheidend:

Bestandsimmobilien: Das können Eigentümer nachrüsten

Auch ältere Gebäude lassen sich gegen Wetterextreme fit machen. Das können Besitzer nach Angaben von Haustein folgendermaßen tun:

Versicherungsschutz: Was man braucht

Viele denken, ihre Gebäudeversicherung reicht – das stimmt oft nicht. Wichtig zu wissen ist nach Angaben von Haustein:

Die Flutkatastrophe hat auch die Diskussion um eine Pflichtversicherung gegen Hochwasserschäden noch einmal in den Vordergrund gerückt. Nach Angaben des GDV ist nur etwa jedes zweite Gebäude in Deutschland gegen sogenannte Elementarschäden durch eine Versicherung geschützt. In Baden-Württemberg liegt der Anteil aus historischen Gründen bereits bei 94 Prozent. Die Versicherer fordern unterdessen ein Bauverbot in Überschwemmungsgebieten.

Anzeige
Gebäude Hochwasser Versicherung

Das könnte Dich auch interessieren

03.02.2026 Auf vier Pfoten durch den Zoo: Zweites Hundewochenende im Karlsruher Zoo Karlsruhe (pm/dk) - Gute Nachrichten für Hundehalterinnen und Hundehalter: Nach der erfolgreichen Premiere im November öffnet der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe erneut seine Tore für Vierbeiner. Am 7. und 8. Februar dürfen Hunde wieder gemeinsam mit ihren Menschen durch den Zoo spazieren. 01.02.2026 Reisen und Gutes tun: Werde Betreuer beim Jugendwerk der AWO Karlsruhe! Karlsruhe (dk) - Das Jugendwerk der AWO Karlsruhe-Stadt bietet dir die ideale Gelegenheit, Abenteuer zu erleben und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag für Kinder und Jugendliche zu leisten. Wenn du gerne mit jungen Menschen arbeitest und Lust auf Reisen hast, kannst du als Betreuer bei den Freizeiten des Jugendwerks dabei sein. Ob am Bodensee, in Spanien oder Großbritannien – werde Teil eines engagierten Teams und gestalte unvergessliche Ferien für die Kids. 30.01.2026 Dieb klaut Spenden aus einer Kirche in Karlsruhe Karlsruhe (pol/tk) - Bei einer kirchlichen Veranstaltung in der Innenstadt-Ost wurden am Mittwoch Spenden gesammelt. Ein Unbekannter riss die Spendenbox samt Inhalt von der Wand.  30.01.2026 Pfennigbasar Karlsruhe: Ab sofort könnt ihr wieder Spenden abgeben Karlsruhe (pm/dk) – Es ist wieder soweit: Der Pfennigbasar, der traditionelle Karlsruher Benefiz-Flohmarkt, startet in seine 55. Ausgabe. Bevor der große Verkauf vom 5. bis 7. Februar in der Schwarzwaldhalle beginnt, werden ab heute, 29. Januar, Sachspenden entgegengenommen. Wer den guten Zweck unterstützen möchte, kann an drei Tagen seine Spenden abgeben.