Feuerwehr im Großeinsatz

Explosionsgefahr und Evakuierungen bei Brand in Ettlinger Gewerbepark

01. Juli 2026 , 04:31 Uhr

Ettlingen (fw/er24/tk) – Ein Brand in der Alten Spinnerei forderte am Dienstagnachmittag Feuerwehr und Rettungsdienst. Da auch mehrere Gasflaschen vom Feuer betroffen waren, bestand zeitweise Explosionsgefahr. Bürgermeister Heidecker ordnete einen Sicherheitsradius und Evakuierungen an. Am späten Abend war die Gefahr gebannt.

Brand in Abbruchgebäude

Kurz vor 17 Uhr wurden die Feuerwehren aus Ettlingen und Waldbronn zu einem Dachstuhlbrand alarmiert. Gebrannt hatte es in einem Gebäude, das zum Abbruch vorgesehen war. Da auch mehrere Gasflaschen vom Feuer betroffen waren, bestand zeitweise Explosionsgefahr. Polizei und Feuerwehr evakuierten daher Bewohnerinnen und Bewohner sowie Beschäftigte aus dem umliegenden Industrie- und Gewerbegebiet.

Gasflaschen drohten zu explodieren

Die Einsatzkräfte konnten mit der Drehleiter und mehreren Löschrohren den Brand rasch bekämpfen. „Das Auffinden von insgesamt vier Gasflaschen im Brandobjekt stellte uns jedoch vor eine besondere Herausforderung“, sagte Ettlingens Feuerwehr-Kommandant Luca Arsic. Also wurden unter anderem zur nahegelegenen Alb Schläuche gelegt und mit dem heran gepumpten Wasser die Gasflaschen gekühlt.

Sicherheitsradius mit Evakuierungen und Straßensperrung

Während sich drei dieser Behälter im Gebäude befanden, lag eine weitere auf dem Dach des Brandobjekts. Als die plötzlich ins Rollen kam, wurden die Feuerwehrleute unruhig. Gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister Dr. Moritz Heidecker und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Dominik Wolf wurde ein Sicherheitsradius von 200 Metern eingerichtet und der Bereich vollständig evakuiert. Die Polizei sperrte die angrenzenden Landesstraße. Auch die Albtalstrecke der AVG wurde vorübergehend gesperrt. „Wir haben mit einem örtlichen Hotel vereinbart, dass die evakuierten Personen dort untergebracht werden können“, erklärte Bürgermeister Heidecker.

Entwarnung – alles gut gegangen!

Zur Bergung der auf dem Dach liegenden Gasflasche kam ein Spezialbagger des THW zum Einsatz. Die übrigen Gasflaschen konnten im Gebäude verbleiben. „Der Wasserstand im Gebäude war so hoch, dass die Flaschen vollständig im Wasser lagen“, erläuterte Feuerwehr-Kommandant Arsic. Um 23 Uhr konnte deshalb auch Entwarnung gegeben und alle Sperrungen wieder aufgehoben werden.

Die Bevölkerung war zuvor über die Warn-App NINA sowohl vor Explosionsgefahr als auch vor möglicher Rauchbelastung gewarnt worden. Zur Lagebeurteilung lieferte eine Drohne der Feuerwehr Kronau kontinuierlich Bilder.

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