Rust (dpa/dk) – Nach dem Unfall bei einer Wassershow im Europa-Park mit acht Verletzten wird der Fall jetzt noch einmal vor Gericht verhandelt. Der ursprünglich geplante Abschluss des Prozesses platzte im Dezember.
Wie das Landgericht Freiburg mitgeteilt hat, wird der Prozess am 15. April vor dem Amtsgericht Ettenheim neu aufgerollt.
Eigentlich war die Urteilsverkündung schon für Dezember vorgesehen. Weil der Verteidiger erkrankte, wurde der Termin aber aufgehoben.
Angeklagt ist ein 45-Jähriger. Er war als Geschäftsführer eines externen Unternehmens für den Aufbau der Wassershow verantwortlich, das vom Europa-Park beauftragt worden war.
Ihm wird vorgeworfen, wesentliche Vorgaben aus der Montageanleitung missachtet zu haben. Dabei geht es unter anderem um den Aufbau eines Wasserbeckens und meterhoher Sprungtürme.
Zu dem Unglück kam es im Sommer 2023 während der Show „Retorno dos Piratas“. Vor den Augen der Zuschauer verrutschte und riss das Wasserbecken, außerdem stürzten Sprungtürme ein.
Dabei wurden sechs Artisten und zwei Besucher verletzt, ein Ehepaar.
Dem 45-Jährigen wird fahrlässige Körperverletzung in acht Fällen vorgeworfen.
Zum Auftakt des ersten Prozesses am 12. November hatte der Angeklagte Versäumnisse eingeräumt. Nach seinen Angaben wurden beim Aufbau der Türme und mehrerer Etagen aus Blechplatten weniger Schrauben als vorgeschrieben verwendet, teilweise auch keine Unterlegscheiben. Er argumentierte, das sei im Park immer so gemacht und von ihm nicht hinterfragt worden.