Erstickt oder vergiftet? - Schlittenhunde aus Dobel werden untersucht

08. September 2021 , 10:21 Uhr

Dobel (dpa/lk) – Die Körper von zwölf möglicherweise vergifteten Schlittenhunden aus Dobel sind zur Untersuchung nach Karlsruhe gebracht worden.

Hunde wurden exhumiert

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Karlsruhe sei beauftragt, der Todesursache auf den Grund zu gehen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Tierquälerei. Die Tierleichen waren am Dienstag auf einem Grundstück in Dobel ausgegraben worden. Als Todesursache stehen Vergiftung oder Ersticken der Tiere im Raum.

Tiere im Juli gestorben

Wann die Experten ein Ergebnis vorlegen, ist dem Polizeisprecher zufolge unklar. Sollten toxikologische Untersuchungen notwendig sein, könne dies durchaus Wochen dauern. Die für die Region zuständige Staatsanwaltschaft Tübingen führt seit 17. August ein Strafermittlungsverfahren, wie ein Sprecher der Anklagebehörde am Mittwoch sagte. Die Hunde sollen im Juli gestorben sein. Was genau passiert ist, und wer den Hinweis auf eine mögliche Vergiftung gab, ist unklar.

Peta geht von Ersticken aus

Die Tierschutzorganisation Peta hatte Strafanzeige wegen der Vorfälle gestellt. Ihren Recherchen zufolge seien die Hunde in einem Transportfahrzeug erstickt. Dass die Hunde vergiftet wurden, sei abwegig. Dies hatte der Verband Deutscher Schlittenhundesport Vereine in einem Internetbeitrag angedeutet und ein für den Winter in Dobel geplantes Schlittenhunderennen wegen Sicherheitsbedenken abgesagt. Die Hunde sollen nach Peta-Angaben in der Nacht vom 23. auf den 24. Juli gestorben sein. Anschließend seien sie vergraben worden, um weitere Untersuchungen zu vermeiden. Nach Darstellung des VDSV hingegen hatte die Besitzerin der Schlittenhunde ihre Tiere ordnungsgemäß nachts in Boxen untergebracht und am nächsten Morgen 12 von 26 Hunden tot gefunden.

https://www.die-neue-welle.de/display-news/12-tote-schlittenhunde-in-dobel-polizei-ermittelt

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