Da ist der Kleine:

Erste Bilder vom kleinen Eisbär im Karlsruher Zoo!

17. Januar 2025 , 14:42 Uhr
Karlsruhe (pm/dk) - Es gibt tolle Neuigkeiten aus dem Zoo Karlsruhe! Der kleine Eisbär, der Anfang November das Licht der Welt erblickte, macht große Fortschritte. Nachdem er die ersten Tage seines Lebens hinter verschlossenen Türen verbracht hat, können nun auch die ersten Aufnahmen des süßen Nachwuchses gemacht werden. Zoodirektor Dr. Matthias Rheinschmidt berichtet, dass der kleine Eisbär inzwischen anfängt zu krabbeln – ein weiteres freudiges Zeichen seiner gesunden Entwicklung!

Gute Nachrichten nach einem schwierigen Start

Die Geburt des Eisbärbabys war nicht ganz unkompliziert. Nuka, die Mutter des kleinen Eisbären, hatte ihre Jungtiere in einer Halbhöhle auf der Außenanlage zur Welt gebracht, was mit einigen Risiken verbunden war. Besonders gefährlich wurde es durch das kalte Wetter und mögliche Störungen, die dazu führen könnten, dass Eisbärenmütter ihre Jungen auffressen. Leider wurde eines der beiden Jungtiere in den ersten Tagen nicht mehr gehört und ist wahrscheinlich gestorben. Doch das überlebende Eisbärbaby hat sich prächtig entwickelt. Die Verantwortlichen im Zoo sind mittlerweile optimistisch, dass der kleine Eisbär die nächsten Wochen gut übersteht.

Video: Zoo Karlsruhe / Timo Deible

Noch wird Abstand gehalten – Zeit für Mutter und Jungtier

Aktuell bleibt der Bereich rund um die Eisbärenanlage für die Zoogäste abgesperrt, um Mutter Nuka und ihren Nachwuchs nicht zu stören. In der Natur verlassen Eisbärbabys ihre Höhle erst nach drei bis vier Monaten. So soll es auch im Zoo Karlsruhe sein. Der männliche Eisbär Kap, der ebenfalls in der Anlage lebt, bleibt aufgrund des natürlichen Verhaltens von Eisbären weiterhin getrennt. Eisbären sind Einzelgänger, und der Schutz der Jungtiere erfordert diese Vorsichtsmaßnahme.

Von der Arktis nach Karlsruhe – Nuka und Kap im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm

Nuka und Kap sind Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), das sich für den Erhalt dieser beeindruckenden Tiere in Menschenobhut einsetzt. Nuka kam 2023 vom belgischen Zoo Pairi Daiza nach Karlsruhe, während Kap aus Moskau stammt und als besonders genetisch wertvoll gilt. Dieses Zuchtprogramm ist entscheidend, um eine Reservepopulation zu schaffen und so zur Sicherung der Art beizutragen.

Eisbären unter Bedrohung – Artenschutz im Fokus

Der Eisbär gilt als „gefährdet“ auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN). Schätzungen zufolge gibt es nur noch 20.000 bis 25.000 Tiere in der Natur. Durch den Klimawandel, der das Eis in der Arktis schmelzen lässt, und die verstärkte Erdölförderung in arktischen Gebieten sind Eisbären stark gefährdet. Das EEP spielt eine entscheidende Rolle beim Schutz der Art und sorgt dafür, dass Eisbären auch in Menschenobhut eine Chance auf Überleben haben.

Wir dürfen also weiterhin auf das Wohl des kleinen Eisbären und seine Mutter hoffen – und können gespannt sein, wie sich der kleine Nachwuchs in den kommenden Wochen weiterentwickelt!

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