Karlsruhe/Baden-Baden (dpa/dk) – Die staatlichen Museen in Baden-Württemberg verlangen aus Sicht des Rechnungshofs zu wenig Eintritt. Die Prüfer empfehlen deshalb höhere Preise und regelmäßige Anpassungen. Ziel soll sein, einen größeren Teil der laufenden Ausgaben durch Eintrittsgelder zu decken.
Im Jahr 2024 konnten die elf staatlichen Museen und das Zentrum für Kunst und Medien, kurz ZKM, laut Rechnungshof nur sechs Prozent ihrer laufenden Ausgaben durch Eintrittseinnahmen finanzieren.
Nach Ansicht der Prüfer sollten die Einrichtungen ihre Preise erhöhen und spätestens alle drei Jahre anpassen. Künftig sollten mindestens zehn Prozent der laufenden Ausgaben durch Eintrittsgelder gedeckt werden.
Derzeit kostet der Eintritt in die staatlichen Museen und Einrichtungen zwischen 5 und 14 Euro.
Fünf Euro zahlen Besucher unter anderem im Archäologischen Landesmuseum und im Haus der Geschichte. Der Eintritt ins ZKM in Karlsruhe kostet 14 Euro. Die meisten Museen verlangen nach Angaben des Rechnungshofs regulär 8 Euro.
Die Prüfer begründen ihre Forderung mit der hohen Qualität der Ausstellungen. Diese rechtfertige aus ihrer Sicht höhere Eintrittspreise.
Die elf Museen und das ZKM werden laut Rechnungshof jedes Jahr von mehr als zwei Millionen Menschen besucht.
Zu den Einrichtungen gehören unter anderem das Badische Landesmuseum, die Staatliche Kunsthalle und das Staatliche Museum für Naturkunde in Karlsruhe. Auch die Staatsgalerie Stuttgart, das Landesmuseum Württemberg, das Linden-Museum, das Haus der Geschichte, das Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim, das Archäologische Landesmuseum in Konstanz und die staatliche Kunsthalle in Baden-Baden zählen dazu.