Pforzheim (pm/dk) – Wie könnte eine Landesgartenschau in Pforzheim aussehen? Nach mehreren Bürgerbeteiligungen zeichnet sich ein klarer Wunsch ab: Das Enzufer soll eine zentrale Rolle spielen. Auch Innenstadt, Stadtgarten, Nagoldufer und die Ortsteile sollen nach Vorstellung vieler Bürger Teil des Konzepts werden.
Seit März hat die Stadt gemeinsam mit dem Landschaftsbüro Planstatt Senner verschiedene Beteiligungsformate durchgeführt. Dazu gehörten Veranstaltungen vor Ort, eine Online-Beteiligung sowie Angebote speziell für Kinder und Jugendliche.
Die Auswertung zeigt laut Stadt ein deutliches Bild: Das Enzufer wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern als Herzstück einer möglichen Landesgartenschau favorisiert.
Bürgermeister Tobias Volle sagt: „Das Enzufer sollte eine wichtige Rolle, wenn nicht gar den Mittelpunkt, einer möglichen Landesgartenschau darstellen“.
In den Rückmeldungen tauchten mehrere konkrete Wünsche immer wieder auf.
Genannt wurden unter anderem eine Renaturierung des Uferbereichs, mehr Beschattung und direkte Zugänge zu den Flüssen.
Auch das Nagoldufer, der Stadtgarten und die Innenstadt spielten in den Vorschlägen eine wichtige Rolle. Für die Innenstadt wünschten sich viele Teilnehmer vor allem mehr Gastronomie- und Kulturangebote.
Ebenfalls häufig genannt wurde der Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes.
Auch kulturelle Angebote spielen in den Vorstellungen vieler Bürger eine Rolle. Dabei sollen Veranstaltungen nach Möglichkeit stärker an den Flüssen und in der Natur stattfinden.
Volle fasst die Beteiligung so zusammen: „Das Thema Flussufer zieht sich durch so gut wie alle Vorstellungen von einer Landesgartenschau in Pforzheim“.
Sein Ziel für die Bewerbung ist entsprechend klar: „Jetzt müssen wir es schaffen, unsere Flüsse zu den Stars der Bewerbung zu machen.“
Aus den Pforzheimer Ortsteilen kam ebenfalls der Wunsch, sich mit eigenen Projekten und Themen an einer möglichen Landesgartenschau zu beteiligen.
Nach Angaben der Stadt wurde dieser Wunsch sowohl bei der Online-Beteiligung als auch bei persönlichen Gesprächen deutlich.
Volle sieht darin auch ein Signal für den Zusammenhalt in der Stadt: „Denn wir sind eine Stadt und nur gemeinsam können wir ein solches Projekt in die Tat umsetzen.“
Ein eigener Beteiligungsbereich war für Kinder und Jugendliche vorgesehen.
Jugendliche konnten ihre Ideen bei einem Nachmittag im Stadtlabor einbringen. Für jüngere Kinder wurden Postkarten an Schulen und Kitas verschickt.
Rund 370 Postkarten kamen bemalt und mit Wünschen zurück. Die Stadt möchte die kleinen Kunstwerke öffentlich präsentieren. Wie genau das umgesetzt wird, steht noch nicht fest.
Nach Abschluss der Beteiligungsphase arbeitet Planstatt Senner nun an einem Konzept.
Noch in diesem Jahr soll ein erster Entwurf in einer Projektgruppe diskutiert werden. Danach wartet die Stadt auf die offizielle Ausschreibung des Landes Baden-Württemberg.
Sobald diese vorliegt, kann das Konzept weiter konkretisiert werden.
Am Ende entscheidet der Pforzheimer Gemeinderat, ob die Stadt ihre Bewerbung für eine Landesgartenschau tatsächlich einreicht.