Engagiert aber ersatzgeschwächt – LIONS ohne Chance beim Spitzenreiter

28. Dezember 2025 , 11:59 Uhr

Hagen (pm/nr) – Die PSK LIONS traten am gestrigen Tag gegen Phoenix Hagen an, die bisher die stärkste Performance zeigten laut Saisontabelle. Bereits zur Halbzeit liegt Karlsruhe mit 41:23 zurück. Auch nach dem Seitenwechsel gelingt es nicht, den Rhythmus der Gastgeber zu brechen. Am Ende steht eine deutliche 89:62-Niederlage beim Tabellenführer.

Auswärtsspiel in Hagen bereits mit schlechten Karten während Anreise

Es war bereits im Vorfeld klar, dass der 15. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA für die PS Karlsruhe LIONS zur größtmöglichen Herausforderung werden würde. Denn der Tabellenzwölfte musste am 27. Dezember bei Phoenix Hagen antreten, dem in der bisherigen Saison spielstärksten Team der Liga. Nicht nur dass die Hausherren zuhause mit einer weißen Weste aufwarten konnten, die Badener reisten verletzungsbedingt – zum bisherigen Lazarett hatte sich im Heimspiel am vergangenen Dienstag auch noch Kilian Binapfl gesellt – stark ersatzgeschwächt an und waren mit ihrer kleinen Rotation trotz kämpferischer Leistung beim Tabellenführer klar unterlegen. Der Ruhrgebietsklub feierte einen nie gefährdeten 89:62-Sieg.

Distanztreffer von Maurice Pluskota

Zwar eröffnete Maurice Pluskota noch in Minute eins mit einem Karlsruher Distanztreffer die Korbjagd, doch die LIONS-Führung währte nicht lange und die Hausherren zeigten bald mit schnellem, präzisen und effektivem Teamplay, warum sie an der ProA-Spitze stehen. Beim Stand von 16:7 in der fünften Minute war es für Karlsruhes Headcoach Demond Greene Zeit, die erste Timeout zu nehmen. Diese konnte den Run der Hagener jedoch nicht stoppen.

LIONS stark im Nachteil gegen Strähne von Phoenix Hagen trotz einzelner Comebacks

Erst David Ejah gelang es 43 Sekunden vor der ersten Pause mit einem Dreier, ein Zeichen zu setzen und damit einen 20:2-Lauf der Gastgeber zu beenden. Mit 28:12 ging es ins zweite Viertel. Wieder waren es die LIONS, die für die ersten Punkte sorgten. Danach aber zeigte sich dasselbe Bild wie zuvor. Hagen fand immer wieder die Lücke in der teils löchrigen Karlsruher Defense, hatte nun aber schwächere Trefferquoten. Dieser Umstand sowie ein besseres Rebounding-Verhalten sowie vereinzelte gelungene Gegenstöße der LIONS sorgten dafür, dass Greenes Team nicht vollständig abgehängt wurde.

Kurz vor der Halbzeitsirene entschied der Tabellenführer mit einem aus badischer Sicht schmerzhaften Distanztreffer auch diesen Abschnitt für sich und nahm eine 41:23-Führung mit in die Kabine. Auch nach dem Seitenwechsel war Karlsruhe nicht so schlecht, wie es das Scoreboard hätte vermuten lassen. Vom defensiven Rebound bis unter den gegnerischen Korb spielte die dezimierte Rotation zumeist konzentriert und war dem Favoriten fast ebenbürtig. Doch mit der Zeit machten sich erste Abnutzungserscheinungen bemerkbar, so dass der Rückstand in der 26. Minute die 20-Punkte-Marke erreichte.

LIONS zählten auf Moral im schweren Match

Zu Beginn des Schlussabschnitts stand es bereits 66:40. So ging es für die LIONS eigentlich nur noch darum, nicht völlig auseinanderzubrechen und als Team Moral zu zeigen. Dies gelang auch. Denn nachdem Hagen sieben Minuten vor dem Ende bis auf 32 Punkte davongezogen war, schafften es die Badener in der 37. Minute nochmals unter die 20-Punkte-Marke. Das Geschehen auf dem Court hatte inzwischen allerdings auch den Charakter eines Trainingsspiels, was aber der Attraktivität zugutekam. Die lockere Linie der Schiedsrichter, gepaart mit dem weitgehend fairen Verhalten der Kontrahenten hatte zum Ergebnis, dass es trotz der Kräfteverhältnisse unterhaltsamen Basketball zu sehen gab – wenn auch mit einem herben Endergebnis aus LIONS-Sicht.

Angesichts der insgesamt wenigen Punkte konnten sich auch nur drei Karlsruher Spieler zweistellig auf dem Scoreboard eintragen. Isaiah Hart kam auf 13 Zähler, gefolgt von Tyrese Williams und Brandon Porter mit jeweils 11. In der ersten Begegnung des neuen Jahres treffen die LIONS zuhause auf die Artland Dragons, die in der laufenden Saison ausgesprochen auswärtsstark sind und in der Fremde erst eine Niederlage einstecken mussten. Das Karlsrudel hingegen konnte bei seinen bisherigen Auftritten daheim in der Europahalle fast immer überzeugen. Vor diesem Hintergrund wird es spannend, zu erfahren, wer sich am 4. Januar, im vorletzten Spiel der Hinrunde in Karlsruhe durchsetzen wird.

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