Endstation Halbfinale: Pforzheim Wilddogs unterliegen Dresden Monarchs

21. September 2026 , 04:28 Uhr

Pforzheim/Dresden (pm/tk) – Die Wilddogs müssen sich im Playoff-Halbfinale der effect®-ENERGY GFL den Monarchs geschlagen geben. In einem hart umkämpften Spiel bei den favorisierten Sachsen unterlag das Team deutlich mit 36:7.

Wilddogs hochmotiviert, aber chancenlos

Das Halbfinale in den Playoffs, das Aufeinandertreffen der besten vier Teams Deutschlands, versprach einiges. Die Pforzheim Wilddogs starteten hochmotiviert in die Partie, hatten den Münzwurf gewonnen und sich entschieden, den Ballbesitz auf die zweite Halbzeit zu verschieben. Die Gastgeber aus Dresden begannen mit ihrer gewohnt starken Offense und marschierten durch ein exzellentes Passspiel über Montigo Moss direkt in Richtung Endzone. Doch die Defense der Wilddogs zeigte früh, dass sie nicht kampflos aufgeben würde. Mit einem herausragenden Goal-Line-Stand stoppten sie die Monarchs an der 4-Yard-Linie. Dresdens Kicker Florian Finke verwandelte das anschließende Field Goal zum 3:0.

Defense glänzt, Offense sucht den Rhythmus

Was sich im ersten Drive abzeichnete, sollte zum Sinnbild der ersten Halbzeit werden. Die Pforzheimer Angriffsreihe fand gegen die massive Dresdner Defense kein Durchkommen. Immer wieder mussten die Wilddogs punten, ohne ein einziges First Down zu erzielen. Gleichzeitig kämpfte die Pforzheimer Defense aufopferungsvoll. Ein weiterer Field-Goal-Versuch der Hausherren ging daneben. Doch das Pech schlug im zweiten Viertel zu: Ein viel zu hoher Snap beim Pforzheimer Punt segelte bis über die eigene Endzone hinaus, Safety für die Monarchs und der neue Spielstand von 5:0.

Die Dresdner nutzten das Momentum. Runningback David Moore, der an diesem Tag kaum zu stoppen war, tankte sich wenig später durch die Mitte zum ersten Touchdown (12:0) in die Endzone. Zwar gelangen der Pforzheimer Verteidigung immer wieder wichtige Aktionen, wie ein sehenswerter Sack durch Michael Grünes, doch die eigene Offense konnte die Feldpositionen nicht in Punkte ummünzen. Kurz vor der Pause erhöhte der sichere Kicker Finke noch auf 15:0 für die Monarchs.

Dresdner Dominanz in Halbzeit zwei

Die Hoffnung auf den „Knotenplatzer“ in der Offense nach der Halbzeitpause erfüllte sich für die Pforzheimer leider nicht. Das Spiel blieb extrem defensivlastig, doch die individuelle Klasse der Dresdner setzte sich nun immer deutlicher durch. Nach einem erneuten starken Goal-Line-Stand der Wilddogs war es im vierten Versuch von der 1-Yard-Linie wieder David Moore, der den Ball zum 22:0 in die Endzone drückte. Als kurz darauf ein Pass auf Montigo Moss zum 29:0 führte, brach der Widerstand der wackeren Pforzheimer Defense langsam ein. Zu lange stand sie auf dem Feld, zu hoch war der Druck.

Im letzten Viertel krönte David Moore seine Leistung mit seinem dritten Touchdown zum 36:0. Die Wilddogs wurden in dieser Phase zusätzlich durch eine Verletzung von Cornerback Nick Olivier geschwächt, der bis dahin eine absolute Stütze in der Passverteidigung war.

Der späte Befreiungsschlag

Trotz des deutlichen Rückstands gaben sich die Wilddogs nicht auf. Erst tief im vierten Viertel war es schließlich Raymond Fragosa, der das allererste First Down für Pforzheim erlief. Endlich kam ein Drive zustande. Mit nur noch 12 Sekunden auf der Spieluhr warf die Offense noch einmal alles nach vorne. Matteo Dazani fing einen beeindruckenden 36-Yard-Pass von Drequan Harris in der Endzone und sorgte für die verdienten Ehrenpunkte. Den anschließenden Extra-Punkt verwandelte Dazani gleich selbst zum 36:7 Endstand.

Stimmen zum Saisonabschluss

Headcoach Michael Lang zeigte sich nach dem Spiel realistisch, aber stolz: „Wir haben viel erreicht und Dresden war einfach so viel besser heute. Gratulation an die Monarchs zum wiederholten Einzug in den GFL Bowl. Es war ein toughes Spiel und wie schon im letzten Jahr wissen wir jetzt, worin wir besser werden müssen. Wir stürzen uns jetzt in die Off-Season und dann beginnt die Vorbereitung für 2027.“

Auch Vorstand Kai Höpfinger zog ein positives Fazit der abgelaufenen Saison: „Es war eine tolle Saison. Es gab Höhen und Tiefen, aber ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage, dass man im Jahr zwei der GFL-Zugehörigkeit mit dieser Leistung absolut zufrieden sein kann. Wir werden weiter arbeiten und Schritt für Schritt besser werden. Das ist der Weg, den wir als Team gehen, und diesen Weg gehen wir weiter.“

Im Parallelspiel setzte sich der Favorit durch: Die Schwäbisch Hall Unicorns verloren zu Hause gegen die Potsdam Royals deutlich mit 12:39. Damit heißt es im GFL Bowl am 3. Oktober nun zum dritten Mal: Dresden Monarchs gegen Potsdam Royals. Für die Wilddogs beginnt indes die verdiente Pause und die Planung für eine neue, spannende Saison 2027.

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