Elfmeter in der Nachspielzeit rettet KSC Remis gegen Dresden

08. März 2026 , 17:16 Uhr
Der Karlsruher SC hat beim unglücklichen Pflichtspiel-Debüt von Ersatzkeeper Robin Himmelmann in der Nachspielzeit ein Remis gegen Dynamo Dresden gerettet. Trotz einer schwachen ersten Hälfte und einem 1:3-Rückstand kamen die Badener von Trainer Christian Eichner am Ende noch zu einem 3:3 (1:3).

Wanitzek trifft zweimal

Nach einem Videobeweis gab es für den KSC in der spannenden Schlussphase Elfmeter, weil sich das Foul auf der Strafraumgrenze abspielte. Kapitän Marvin Wanitzek (90.+4) glich mit seinem zweiten verwandelten Strafstoß an diesem Nachmittag noch aus. Der Mittelfeldspieler hatte bereits das zwischenzeitliche 1:1 vom Punkt erzielt (23.).

«Mit drei Dingern in die Pause zu gehen, kann in vielen Fällen schon dazu führen, dass du keinen Punkt mehr mitnimmst. Von daher Riesenkompliment, wie wir zurückgekommen sind», fasste Himmelmann zusammen.

Himmelmann direkt überwunden

In der ersten Hälfte hatten die Badener von Trainer Christian Eichner vor 33.180 Zuschauern im ausverkauften Stadion enttäuscht. Dank zweier Tore von Niklas Hauptmann hatte Dynamo zuvor schon wie der Sieger ausgesehen.

Ersatztorhüter Himmelmann kam nach 63 Spielen auf der Bank wegen der Gelbsperre von Stammkeeper Hans Christian Bernat erstmals für den KSC zum Einsatz und musste schon in Hälfte eins drei Gegentore hinnehmen. Gleich in der dritten Minute sah der 37-Jährige beim 0:1 von Hauptmann nicht gut aus.

«Erstes Tor nehme ich auf mich», sagte er. Beim zweiten sei aus der kurzen Distanz «super, super schwer» gewesen.

Beim zweiten Dresdner Treffer überwand Ben Bobzien, der die Hereingabe von Jason Ceka leicht abfälschte (28.), den Routinier. Als Hauptmann Dynamo artistisch mit dem 3:1 belohnte, war Himmelmann machtlos (44.). Die Leistung des Keepers sei «völlig in Ordnung» gewesen, so Trainer Eichner bei Sky. Der Auftritt der ersten Hälfte sei für ihn «undankbar» gewesen.

Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Gastgeber. Youngster Loyey Ben Farhat machte es mit dem sehenswerten Anschluss zum 2:3 wieder spannend (68.), ehe es am Ende turbulent wurde. Farhat jubelte in der Nachspielzeit nur kurz über das vermeintliche Siegtor, das wegen Abseits nicht zählte. «Vor ein paar Wochen wären wir vielleicht nicht so wieder zurückgekommen», meinte Verteidiger Marcel Franke.

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