Elch Erwin sorgt weiter für Rätsel - wie kam er in den Schwarzwald?

14. Oktober 2025 , 15:46 Uhr

Pforzheim (dpa/dk) – Die spektakuläre Odyssee von Elch Erwin alias Lord Fynn durch den Schwarzwald wirft weiter Fragen auf. Eigentlich hätte der Jungbulle aus dem Wildpark Pforzheim in den Bayerischen Wald nach Passau gebracht werden sollen – doch statt in seiner neuen Heimat landete er tagelang in den Schlagzeilen.

Verschwundener Transporteur

Wie genau Erwin aus dem Tiertransport verschwinden konnte, bleibt unklar. Ob er entwischte oder absichtlich freigelassen wurde, ist bislang nicht geklärt. «Wir werden nicht mehr mit ihm arbeiten», sagte Wildpark-Leiter Carsten Schwarz über den bisherigen Transporteur. Mit diesem habe man zwar jahrelang gute Erfahrungen gemacht, doch nun sei das Vertrauen verloren. Auffällig: Der Transporteur meldet sich nicht mehr, und auch zu der angeblichen neuen Heimat in Passau gebe es keinerlei Kontakt oder konkrete Adresse.

Polizei ohne Spur

Auch die Polizei Offenburg hat bisher keine Antworten. «Man habe keine Erkenntnisse und müsse erst mal die Fakten zusammentragen», erklärte eine Sprecherin. Fakt ist: Der Elch war zunächst im Ortenaukreis gesichtet worden, stromerte durch den Schwarzwald und wurde schließlich am vergangenen Samstag eingefangen und zurück nach Pforzheim gebracht.

Zukunft des Jungbullen offen

Noch ist unklar, wohin es den Elch künftig verschlägt. Erst einmal soll er sich im Wildpark erholen. Bis Februar wäre ein erneuter Transport möglich – danach wirft er sein Geweih ab und könnte erst nach dem Nachwachsen wieder umgesiedelt werden. Der im Mai 2024 geborene Elchbulle sollte ursprünglich abgegeben werden, um Inzucht im Wildpark zu vermeiden.

Zwei Namen, ein Tier

Kurios: Während der Elch in einer Online-Abstimmung des Ortenaukreises den Namen Erwin erhielt, heißt er im Wildpark schon lange Lord Fynn. Wie auch immer – seine unfreiwillige Schwarzwald-Tour dürfte ihm so schnell niemand nachmachen.

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