Karlsruhe (pm/dk) – Im Karlsruher Zoo verändert sich das Verhältnis zwischen Eisbärin Nuka und ihrem Jungtier MiKa. Noch verbringen beide viel Zeit miteinander, doch der Kontakt wird langsam weniger intensiv. Irgendwann wird MiKa den Zoo verlassen müssen.
MiKa und seine Mutter Nuka sind weiterhin häufig zusammen. Allerdings beginnt Nuka inzwischen damit, ihrem Nachwuchs zunehmend Grenzen zu setzen. Vertrieben wird MiKa von ihr bislang noch nicht.
MiKa frisst inzwischen längst das normale Futter. Gelegentlich wird er von Nuka aber noch gesäugt. Laut Zoo kann das auch in der Natur bis zu einem Alter von etwa zwei Jahren vorkommen. Diese zusätzliche Versorgung dürfte nun nach und nach enden.
Im Alter von etwa zwei bis drei Jahren werden junge Eisbären normalerweise vom Muttertier vertrieben und leben anschließend selbstständig.
An diesem natürlichen Ablösungsprozess soll sich auch der Zeitpunkt orientieren, zu dem MiKa den Karlsruher Zoo verlassen wird. Wann genau das passiert, steht noch nicht fest.
Klar ist laut Zoo allerdings, dass MiKa nicht dauerhaft bei Nuka bleiben kann. Mit zunehmendem Alter könnten die Aggressionen zwischen beiden stärker werden.
Außerdem könnte es später zu einer Paarung zwischen Mutter und Sohn kommen. Auch deshalb ist ein Umzug von MiKa vorgesehen.
In welchen Zoo MiKa einmal ziehen wird, entscheidet das Europäische Erhaltungszuchtprogramm, kurz EEP.
Das Programm koordiniert den Bestand der Eisbären in europäischen Zoos. Bei der Entscheidung spielen unter anderem verfügbare Plätze und die genetische Zusammensetzung der Population eine Rolle.
Wann und wohin MiKa umziehen wird, ist damit aktuell noch offen.