Stadt bittet um Vorsicht

Eichenprozessionsspinner in Pforzheim: Gefahr momentan besonders hoch

22. Juni 2026 , 14:18 Uhr

Pforzheim (pm/svs) – Sie sind haarig und ganz schön gefährlich: In Pforzheim sind in den vergangenen Tagen vermehrt starke Befälle von Eichenprozessionsspinnern festgestellt worden. Die Stadt hat betroffene Bereiche bereits kontrolliert und durch Fachfirmen behandeln lassen. Trotzdem gilt weiter: Abstand halten und Warnhinweise ernst nehmen.

Diese Bereiche sind aktuell betroffen

Nach Angaben der Stadt wurden aktuell Befälle an mehreren Stellen festgestellt. Dazu gehören:

Stadt warnt: Absperrungen nicht betreten

Bis der Befall vollständig beseitigt ist, bittet die Stadt dringend darum, abgesperrte und gekennzeichnete Bereiche zu meiden. Raupen, Nester und Gespinste sollten auf keinen Fall berührt werden. Kinder und Haustiere sollen von betroffenen Stellen ferngehalten werden. Wer Kontakt hatte oder ein gefährdetes Gebiet betreten hat, sollte die Kleidung wechseln und waschen. Bei gesundheitlichen Beschwerden empfiehlt die Stadt, ärztlichen Rat einzuholen.

Brennhaare können Beschwerden auslösen

Gefährlich sind vor allem die feinen Brennhaare der Eichenprozessionsspinner. Sie können durch den Wind verbreitet werden und gesundheitliche Beschwerden auslösen. Möglich sind unter anderem Hautreizungen, Juckreiz, Augenentzündungen, Atemwegsbeschwerden und allergische Reaktionen.

Auch im Stadtwald starker Befall

Auch im Pforzheimer Stadtwald tritt der Eichenprozessionsspinner in diesem Jahr besonders stark auf. Dort findet allerdings keine Bekämpfung statt, weil diese laut Stadt außer Verhältnis stehen würde.

Betroffene Bereiche werden mit Hinweisschildern und Absperrbändern gekennzeichnet, vor allem an stark genutzten Wegen. Die städtische Forstverwaltung appelliert an Waldbesucherinnen und Waldbesucher, Warnhinweise und Absperrungen zu beachten und betroffene Bereiche zu meiden.

Eine Ausnahme gibt es bei Waldkindergärten und deren Zugängen. Diese Bereiche werden aktuell verstärkt kontrolliert. Dort festgestellte Vorkommen werden gezielt bekämpft.

Weitere mögliche Standorte im Stadtgebiet

Eichenprozessionsspinner können laut Stadt außerdem an weiteren Standorten auftreten. Genannt werden unter anderem die Lochäckerstraße beim McDonald’s, die Welschenäckerstraße beim HKL, das Wartbergbad, mehrere Spielplätze, Schulen, Kitas, der Enzauenpark, der Wildpark, der Messplatz sowie Bereiche in Büchenbronn, Dillweißenstein, Eutingen, Hohenwart und am Sonnenhof.

Die zuständigen Fachämter beobachten die Situation fortlaufend und informieren über weitere Maßnahmen.

Flyer mit Schutzmaßnahmen

Zur weiteren Aufklärung hat das städtische Grünflächenmanagement zusammen mit dem TheoPrax-Seminarkurs des Reuchlin-Gymnasiums einen Flyer erstellt. Darin geht es um gesundheitliche Risiken, Schutzmaßnahmen und Handlungsempfehlungen.

Der Flyer ist online unter www.pforzheim.de/eps abrufbar. Außerdem wird er über das Amt für Bildung und Sport an Schulen verteilt. Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten, die in vergangenen Jahren stark betroffen waren, wurden laut Stadt bereits telefonisch über betroffene Bereiche informiert.

Anzeige
Atemwegsbeschwerden Brennhaare Büchenbronn Eichenprozessionsspinner Enzauenpark Gesundheit Hautreizungen Kita Neuhaidach Pforzheim Spielplätze Pforzheim Stadt Pforzheim Stadtgebiet Pforzheim Stadtwald Pforzheim Waldspielplatz Fuchsenacker Warnung, Wildpark Pforzheim

Das könnte Dich auch interessieren

30.06.2026 Eichenprozessionsspinner im Karlsruher Stadtwald: Darauf solltet ihr jetzt achten Karlsruhe (pm/svs) - Im Karlsruher Stadtwald sind derzeit an verschiedenen Stellen vereinzelt Nester des Eichenprozessionsspinners zu finden. Das Forstamt der Stadt Karlsruhe informiert deshalb darüber, wie ihr euch als Waldbesucher richtig verhalten könnt und warum Vorsicht wichtig ist. 10.11.2025 Hier könnt ihr in der Region Blut spenden Region (pm/dk) – Man kann es nicht oft genug betonen: Geht Blut spenden. Unter anderem die Blutspendezentrale am Städtischen Klinikum Karlsruhe ruft dringend dazu auf - die Reserven sind fast erschöpft. Im Artikel findet Ihr den kompletten Termin-Überblick für Karlsruhe, Pforzheim, Enzkreis, Rastatt, Baden-Baden, Calw und Freudenstadt. 06.08.2026 Niedrigwasser birgt Lebensgefahr: Landratsamt und DLRG warnen vor Baden im Rhein Rastatt (pm/tk) - Der derzeit niedrige Wasserstand vermittelt einen trügerischen Eindruck von Sicherheit. Das Landratsamt Rastatt und die DLRG Bezirk Mittelbaden warnen eindringlich davor, den Rhein zur Abkühlung zu nutzen. Gleichzeitig zieht die DLRG Zwischenbilanz der Badetoten in diesem Jahr. 04.08.2026 „Respekt ist keine Einbahnstraße“: Freibäder starten neue Kampagne Karlsruhe/Pforzheim (pm/svs) - Ein freundlicher Umgang, gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt bilden die Grundlage für einen angenehmen Aufenthalt im Freibad. Um diese Werte sichtbar zu machen und gleichzeitig die Mitarbeitenden zu stärken, starten die Bäderbetriebe in Karlsruhe und Pforzheim in ihren Freibädern die neue Plakatkampagne „Respekt ist keine Einbahnstraße“.