Drei Tage Warnstreiks bei SWEG: Busse und Züge auch in Wiesloch betroffen

29. September 2026 , 15:55 Uhr
Die Gewerkschaft Verdi ruft Beschäftigte der SWEG zu weiteren Warnstreiks auf. Gestreikt werde von Mittwoch (30. September) bis einschließlich Freitag (2. Oktober) in Lahr, Offenburg, Schutterwald, Kehl, Endingen, Emmendingen, Weil am Rhein, Müllheim, Dörzbach, Lauda, Wiesloch, Sinsheim und Gammertingen, teilte die Gewerkschaft mit. Bei den bestreikten Linien sei damit zu rechnen, dass wieder weitestgehend keine Busse fahren.

Betroffene Strecken

Da Verdi dieses Mal auch zu einem Warnstreik bei der SWEG Schienenwege GmbH aufgerufen habe, fahren laut der SWEG zudem voraussichtlich keine Züge auf den folgenden Strecken: Bad Krozingen – Münstertal, Achern – Ottenhöfen, Biberach – Oberharmersbach und Hechingen – Gammertingen. Auch der Zugverkehr anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen sei betroffen, da etwa die Schwäbische Alb-Bahn auf der Strecke Gammertingen – Engstingen – Schelklingen und die DB Regio auf der Strecke Endingen – Gottenheim voraussichtlich nicht fahren können, teilte die SWEG mit.

Bereits zweimal sind die Busbetriebe in den vergangenen Wochen jeweils für zwei Tage bestreikt worden – laut Verdi «ohne eine Reaktion des Arbeitgebers». Nun werde zu weiteren Warnstreiks aufgerufen, um die SWEG an den Verhandlungstisch zu bringen, hieß es. Die Fahrerinnen und Fahrer fordern einen Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen wegen Neuausschreibungen. Zudem laufe bundesweit die Entgeltrunde zum Eisenbahntarifvertrag, auch hier sei die SWEG laut Verdi betroffen. Eine Einigung sei bislang nicht erzielt worden.

Unternehmen hält Warnstreiks für unverhältnismäßig

Die SWEG hatte den Streikaufruf als unverhältnismäßig und verantwortungslos kritisiert. Verdi bringe eine unnötige Schärfe in die laufenden Verhandlungen, kritisierte Konzerngeschäftsführer Thilo Grabo in Lahr.

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