Region (pm/dk) – Das Regierungspräsidium Karlsruhe setzt sein Sanierungsprogramm für das Straßennetz auch 2026 fort. Im Fokus stehen Bundes- und Landesstraßen in den Landkreisen Karlsruhe, Rastatt, Enz, Calw und Freudenstadt sowie in den Stadtkreisen Karlsruhe und Baden-Baden. Geplant sind zahlreiche neue Maßnahmen und laufende Projekte, bei denen vor allem Fahrbahnen und Brücken saniert werden.
Für die Landkreise Karlsruhe und Rastatt sowie die Stadtkreise Karlsruhe und Baden-Baden sind laut Regierungspräsidium rund 46 Millionen Euro eingeplant. Dort sollen 30 Maßnahmen neu starten oder weitergeführt werden.
In den Landkreisen Enz, Calw und Freudenstadt sind Investitionen von rund 55 Millionen Euro vorgesehen. Hier plant das Regierungspräsidium 39 Maßnahmen, die neu begonnen oder fortgesetzt werden.
Das Regierungspräsidium setzt 2026 nach eigenen Angaben vor allem auf die Erneuerung von Fahrbahnen und die Instandsetzung von Brückenbauwerken entlang der betroffenen Strecken.
Jürgen Genthner, Referatsleiter Baureferat Mitte im Regierungspräsidium Karlsruhe, sagt:
„Auch 2026 setzen wir mit unseren Maßnahmen ein klares Signal für die Zukunftsfähigkeit unserer Infrastruktur in den Landkreisen Karlsruhe und Rastatt sowie den Stadtkreisen Karlsruhe und Baden-Baden. Unser Fokus liegt dabei auf dem Erhalt und der Modernisierung bestehender Fahrbahnen und Brücken, zum Beispiel an der B 35 oder der B 462. Uns ist bewusst, dass solche Maßnahmen Geduld von den Verkehrsteilnehmenden fordern. Deshalb haben wir im Vorfeld alle Projekte mit den beteiligten Partnern eng abgestimmt. Moderne Straßen sind das Rückgrat unserer Mobilität und eine Investition in die Sicherheit und Lebensqualität unserer Region.“
Auch für den Nordschwarzwald kündigt das RP weitere wichtige Projekte an. Erik Lang, Referatsleiter Baureferat Süd im Regierungspräsidium Karlsruhe, erklärt:
„Mit unseren Maßnahmen setzen wir 2026 ein deutliches Zeichen für die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit unserer Infrastruktur im Nordschwarzwald. Unser Fokus liegt dabei auf effizientem Erhaltungsmanagement, indem wir Sanierungen von Fahrbahnen direkt mit notwendigen Instandsetzungen an Brückenbauwerken verknüpfen, etwa an der Guldenbrücke in Bad Wildbad oder der B 35 bei Maulbronn. Uns ist bewusst, dass Baustellen eine Geduldsprobe für die Menschen in der Region bedeuten. Wir halten die Beeinträchtigungen jedoch so gering wie möglich und versuchen den Verkehrsfluss zu sichern.“
Nach Angaben des Regierungspräsidiums wurden alle Maßnahmen im Vorfeld eng mit Verkehrsbehörden, Kommunen, Polizei und Verkehrsbetrieben abgestimmt. Ziel ist es, Verkehrsbeeinträchtigungen und Terminkonflikte so weit wie möglich zu minimieren. Überschneidungen lassen sich laut RP zwar nicht immer vermeiden, in einzelnen Fällen aber verhindern. Auch Großereignisse in der Region wurden bei der zeitlichen Planung berücksichtigt.
Das RP weist außerdem darauf hin, dass laufende Detailabstimmungen kurzfristige zeitliche Verschiebungen möglich machen.
Von März bis Oktober wird die Fahrbahndecke auf rund zehn Kilometern saniert. Zusätzlich werden die Brücken in diesem Bereich instandgesetzt.
Im August und September 2026 ist die Erweiterung der bestehenden Amphibieneinrichtung mit zwei Durchlässen geplant.
Ab Mitte 2026 werden auf einer Länge von acht Kilometern die Fahrbahn, 18 Brückenbauwerke sowie die Rampen des Anschlusses zur BAB 5 saniert. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.
Im dritten und vierten Quartal 2026 ist der Ausbau des Radwegs geplant. Außerdem soll eine Querungshilfe angepasst werden.
Der Baubeginn war 2018. Der Abschnitt Neckartalbrücke befindet sich im Bau. Die Fertigstellung ist bis Ende 2028 vorgesehen.
Geplant ist ein Brücken-Ersatzneubau über die L 1131 und die DB-Strecke sowie ein Geh- und Radweg. Die Arbeiten sollen von September 2026 bis voraussichtlich Dezember 2028 laufen.
Die Guldenbrücke über die Enz soll ab dem zweiten Quartal 2026 saniert und ertüchtigt werden. Das Projekt soll bis Ende 2027 dauern.
Das Regierungspräsidium ist im Regierungsbezirk Karlsruhe für die Planung, den Neu-, Um- und Ausbau sowie den Erhalt von Bundes- und Landesstraßen verantwortlich. Dazu gehören auch Brücken und Radwegenetze.