Diese Änderungen bringt der neue Bahnfahrplan im Südwesten

14. Dezember 2025 , 17:00 Uhr

Pender dürfen sich freuen

Mehr Züge, kürzere Fahrzeiten, teils aber auch weniger Halte: Der neue Fahrplan der Deutschen Bahn (DB) ist nun in Kraft getreten. Je nachdem, wo man in Baden-Württemberg lebt, wirkt sich dieser unterschiedlich auf die Verbindungen und Halte aus.

Fahrgäste mit dem Ziel Berlin kommen ab dann deutlicher schneller von Stuttgart aus in die Bundeshauptstadt. Eine neue Sprinter-Verbindung soll morgens um kurz nach sieben in Stuttgart starten und über Nürnberg innerhalb von 4:45 Stunden Berlin erreichen – rund eine Stunde schneller als die Direktverbindungen über Frankfurt. Abends fährt der Zug auf demselben Weg wieder von Berlin nach Stuttgart zurück. Wegen Bauarbeiten fährt der schnelle Zug nach Angaben der Bahn allerdings erstmals am 18. Dezember.

Auch Pendler zwischen Stuttgart und Mannheim können sich über Verbesserungen freuen. Zwischen den beiden Städten sollen laut der Bahn künftig im Halbstundentakt ICE-Züge verkehren. Auch in Richtung Frankfurt ist ein Halbstundentakt geplant. Zudem soll es aus Mannheim eine weitere tägliche Verbindung nach Straßburg und Paris geben.

VCD mahnt weitere Verbesserungen an

Der Bahnfachmann Gero Treuner vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) sagte, die Verbesserungen der Takte insgesamt, besonders natürlich über Frankfurt hinaus nach Norden, machten im Sinne der Fahrgäste das Beste aus dem an vielen Stellen überlasteten Netz. „Sanierung und Ausbau müssen fortgesetzt werden, so dass baustellenbedingte Angebotsverschlechterungen temporär ertragen werden müssen.“

Erfreulich sei, dass die IC-Linie Karlsruhe–Nürnberg erhalten bleibe. Die Linie Dortmund–Oberstdorf verschlechtert sich nach Darstellung des VCD trotz moderner Züge (ICE L) mit entfallenden Halten im Filstal, wonach ausgerechnet die niedrigere Flurhöhe nicht zu niedrigen Bahnsteigen passt. „Hier gilt es, baulich nachzubessern.“

Im Rheintal fallen einige Halte weg

Es gibt aber nicht nur Verbesserungen – mancherorts müssen Fahrgäste auch mit einer Verschlechterung der Anbindung rechnen. Im Rheintal werden etwa Halte gestrichen, weil ein Tunnel bei Rastatt erst später in Betrieb gehen kann. So halten in Baden-Baden nicht mehr alle ICE, die die Rheintalstrecke befahren. Die Zahl der Halte reduziert sich dort nach Bahn-Angaben um ein Drittel auf 27 Halte am Tag. Auch in Offenburg halten die ICE-Züge seltener, so dass es dort keinen Stundentakt mehr gibt.

Und auch Reisende in Richtung Österreich müssen sich auf schlechtere Verbindungen einstellen. Laut Bahn fällt die Verbindung von Stuttgart über Friedrichshafen nach Innsbruck im kommenden Jahr wegen Baustellen und Fahrzeugengpässen weg. Auch der ICE, der bislang über Rosenheim nach Innsbruck fährt, entfalle künftig für Ulm, Stuttgart und Mannheim, teilte die Bahn mit. Neu ist dagegen ein ICE, der samstags von Mannheim über Stuttgart und Ulm nach Garmisch-Partenkirchen fährt.

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