Gutes Essen - schlechtes Essen

Die Top 5-Ernährungsmythen - Was steckt dahinter?

15. Juli 2025 , 04:25 Uhr

Karlsruhe (tk) – Wie viel Wahrheit steckt hinter „An apple a day keeps the doctor away” & Co? Macht Schokolade glücklich? Wenn ja, warum? Und macht Spinat stark? Es gibt zahlreiche Weisheiten rund um Ernährung und Gesundheit. Wir klären auf, hinter welchem Mythos die Wahrheit steckt.

Mythos 1: Möhren verbessern das Sehvermögen

Nein, sie sind nicht der Grund dafür, warum Hasen so gut sehen. Das liegt eher an dem 360-Grad-Rundumblick. Möhren enthalten reichlich Betacarotin, eine Vorstufe von Vitamin A. Dies erfüllt im Körper eine Vielzahl wichtiger Funktionen und ist auch für ein ungetrübtes Sehvermögen zuständig. Allein durch den Verzehr lässt sich allerdings weder das Sehvermögen steigern noch eine Sehschwäche beheben.

Mythos 2: Spinat macht groß und stark

Zwei überdimensionale Unterarme mit Anker-Tattoo, die obligatorische Pfeife im Mundwinkel und eine Vorliebe für Spinat, der ihm Superkräfte verleiht: Die Comicfigur Popeye kennt fast jeder. Allerdings macht Spinat nicht so groß und stark wie gedacht. Dieser Mythos geht auf einen Fehler in der Berechnung des Eisengehalts von Spinat zurück. Er enthält zwar Eisen, aber weniger als ursprünglich angenommen. Ein gesundes Gemüse ist er aber trotzdem, weil Spinat reich an Nährstoffen ist.

Mythos 3: Ein Apfel am Tag erspart den Arztbesuch

„An apple a day keeps the doctor away” – Fakt ist: Äpfel enthalten je nach Sorte mehr als 30 Mineralien und Spurenelemente, darunter so wichtige wie Kalium und Eisen. Provitamin A, sämtliche B-Vitamine, Vitamin E, Vitamin C, Niacin und Folsäure. Damit wirken Äpfel positiv auf den Cholesterinspiegel sowie unseren Wasserhaushalt und regulieren die Darmtätigkeit. Ein Apfel allein kann allerdings nicht alle Gesundheitsaspekte abdecken. In Kombination mit einem gesunden Lebensstil, ausreichender körperlicher Aktivität, genügend Schlaf und einer ausgewogenen Ernährung, befindet man sich aber auf jeden Fall auf einem guten Weg.

Mythos 4: Macht Schokolade glücklich?

Schokolade enthält das „Glückshormon“ Serotonin, das einen positiven Einfluss auf die Stimmung haben kann. Allerdings müsste Serotonin dafür an bestimmte Rezeptoren im Gehirn andocken können. Doch hierbei scheitert das Hormon an der Blut-Hirn-Schranke, einem körpereigenen Schutzmechanismus. Der wirkliche Glückliche-Macher in Schokolade ist Zucker! Dessen Geschmackserlebnis löst bei Vielen ein Synapsen-Feuerwerk im Gehirn aus, bei dem der Glücks-Botenstoff Dopamin ausgeschüttet wird. Nur leider ist zu viel Zucker nicht gesund…

Mythos 5: Macht Abendessen dick?

Ob Abendessen beim Abnehmen hinderlich ist oder nicht – darüber gibt es unter Experten keine einhellige Meinung. Viel wichtiger ist sicherlich die Frage, wie viel ihr esst bzw. wie viele Kalorien ihr am Tag zu euch nehmt. Auch Anzahl und Umfang der Mahlzeiten, wie viel Fett und wie viel ihr euch am Tag bewegt, sind wichtige Faktoren für das Körpergewicht. Vielleicht  lässt sich sagen, daß es dem Körper nicht schaden kann, mal eine Mahlzeit auszulassen. Verdauung kostet viel Energie. Und heutzutage nehmen wir tendenziell mehr Kalorien zu uns, als wir eigentlich brauchen.

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