Stuttgart (dpa/tk) – In Baden-Württemberg werden wieder 30 Grad und mehr erwartet. Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand hat angesichts hoher Temperaturen eine Taskforce Hitzeschutz ins Leben gerufen, um die zahlreichen bereits bestehenden Hitzeschutz-Aktivitäten im Land enger zu vernetzen und gezielt auszubauen sowie die Bevölkerung besser über Hitzeschutzmaßnahmen zu informieren.
Die neuen Temperaturrekorde dieses Sommers zeigen eindrücklich, wie wichtig gesundheitlicher Hitzeschutz und die Vorbereitung auf Hitzeextreme sind. Vor diesem Hintergrund hat der baden-württembergische Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand eine Taskforce eingerichtet, um die zahlreichen bereits bestehenden Hitzeschutz-Aktivitäten im Land enger zu vernetzen und gezielt auszubauen sowie die Bevölkerung besser über Hitzeschutzmaßnahmen zu informieren.
„Durch den Klimawandel werden Extremhitzeereignisse künftig zunehmen. Das bedeutet, dass Hitzeschutz nicht nur eine kurzfristige, sondern vor allem auch eine langfristige Aufgabe ist, die Bund, Länder, Kommunen und Einrichtungen betrifft. Wir möchten ein deutliches Zeichen setzen, dass wir vorausschauend mit den Folgen des Klimawandels umgehen“, so Hildenbrand.
Konkret hat die Taskforce die Aufgabe, zunächst eine Bestands- und Bedarfsanalyse durchzuführen, die unter anderem auf die Herausforderungen von Krankenhäusern und Pflegeheimen während der Juni-Hitzewelle eingeht. Daraus sollen zügig konkrete Maßnahmen folgen wie Hitzeschutzpläne für Einrichtungen oder auch deutliche Hinweise auf jetzt schon bestehende bauliche Möglichkeiten innerhalb der Krankenhausförderprogramme.
Viele Krankenhäuser und Pflegeheime in Baden-Württemberg reagieren bereits. So arbeiten viele eng mit Feuerwehr und Gesundheitsämtern zusammen. Einige Einrichtungen haben präventiv und gezielt sogenannte „Hot-Spots“ – Orte mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko für hitzegefährdete Menschen – identifiziert, um bei Bedarf schnell mit Unterstützungsmaßnahmen reagieren zu können.
Auch der sachgerechte Umgang mit Arzneimitteln ist ein wichtiger Bestandteil des gesundheitlichen Hitzeschutzes. Hohe Temperaturen können die Qualität, Stabilität und Wirksamkeit von Arzneimitteln beeinträchtigen. Medikamente sollen grundsätzlich entsprechend den Herstellerangaben gelagert werden.
Auch viele Kommunen setzen bereits Hitzeschutz-Maßnahmen um oder entwickeln Hitzeaktionspläne. Um einen Überblick über die kommunalen Hitzeschutzmaßnahmen zu erlangen und diese sichtbar zu machen, hat das Landesgesundheitsamt bereits zweimal eine landesweite Umfrage bei allen Kommunen Baden-Württembergs zu den geplanten und umgesetzten Hitzeschutzmaßnahmen durchgeführt
Weitere Informationen zu Hitze und wie Sie sich schützen können, findet Ihr außerdem unter Gesundheit und Hitze – LGA Gesundheitsamt Stuttgart