Die "Goldene Peitsche 2021" geht nach Spanien

04. September 2021 , 16:41 Uhr

Iffezheim (pm/lk) – Novum in der 151-jährigen Geschichte von Deutschlands wichtigstem Kurzstreckenrennen um den begehrtesten Ehrenpreis: Die Goldene Peitsche 2021 geht nach Spanien! Am Samstag triumphierte Kitty Marion, eine absolute Außenseiterin, auf der Galopprennbahn in Iffezheim.

Überraschungssiegerin Kitty Marion aus Spanien

Mit einer erstaunlichen Energieleistung gewann die vom tschechischen Jockey Vaclav Janecek gesteuerte Kitty Marion ihr fünftes Rennen beim zwölften Start seit 2020. Trainer ist Guillermo Arizkorreta Elosegui, der führende Coach Spaniens. Nach eigener Aussage bereitet er in Madrid 70 Pferde vor. Er erzielte hier den bisher größten Treffer seiner Laufbahn. Mit einer Wettquote von 31,2:1 überraschte die fünfjährige Stute im 151. Casino-Baden-Baden-Goldene-Peitsche-Rennen. Die Gruppe-III-Prüfung über 1.200 Meter war mit 50.000 Euro dotiert. 30.000 Euro Siegprämie ergaloppierte Kitty Marion für Besitzer Gonzalo Usandizaga und seine neun Mitstreiter. Zusätzlich bekommt die Besitzergemeinschaft die begehrte vergoldete Peitsche. Der Ehrenpreis mit einem Materialwert von mehr als 5.000 Euro wird in jedem Jahr neu von Hand angefertigt. „Wir sind zehn Freude, vier waren heute hier, die anderen haben am Internet mitgefiebert. Mein Handy steht nicht still“, sprudelte es aus dem Eigner heraus.

Freude bei Trainer und Jockey

Guillermo Arizkorreta Elosegui, Trainer von Kitty Marion: „Kitty Marion war in einem Listenrennen in Mailand sehr gut gelaufen, zuletzt in Deauville war sie sehr unglücklich. Wir waren nicht sicher, ob es hier gegen die gute Konkurrenz reichen würde. Hier in Iffezheim hätte ich vor zwei Jahren ein Rennen als Amateurreiter gewonnen, wurde aber disqualifiziert.“ Vaclav Janacek, Jockey der Siegerin Kitty Marion sagte nach dem Rennen: „Die Stute hatte zu Beginn der Saison etwas Probleme. Ich hätte nicht gedacht, dass sie her gewinnen würde. In diesem Rennen vorne zu sein, das war schon immer mein Traum.

Majestic Colt galoppiert auf Platz 2

Majestic Colt unter Eduardo Pedroza lief als Zweiter auf dem gleichen Platz ein wie im Vorjahr. Eduardo Pedroza sagte nach dem Rennen: „Er ist super gelaufen und hat wieder stark gekämpft. Kurz war ich schon an der Gegnerin vorbei, aber am Ende wurde Majestic Colt etwas müde.“ Zwischen ihm und dem Dritten und Vierten, Manjeer aus Frankreich und Ainsdale aus England, lagen bereits vier Längen. Carina Fey, Trainerin des Drittplatzierten Manjeer: „Was für eine tolle Vorstellung, das tut richtig gut.“ René Piechulek, Jockey von Manjeer bedauert: „Wir hatten einen guten Rennverlauf, aber die beiden vorn waren zu weit weg.“ Adrie de Vries, Jockey des Viertplatzierten Ainsdale: „Wir haben außen keine gute Position bekommen, und der Boden war schon zu fest. Sonst hätten wir vielleicht Dritter werden können.“ Die gut gewettete Dibujaba landete auf Rang fünf. Besitzer Helmut von Finck dazu: „Die Stute wurde etwas nach außen weggedrängt, als es zu eng für sie wurde. Vielleicht hätten wir sonst den dritten Platz erreicht.“ Schwer taten sich die stärker gewetteten Waldersee auf Platz sechs und Rubaiyat als Zehnter.

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