Karlsruhe (pm/tk) – Die Pannenhilfe des ADAC Nordbaden wurde im vergangenen Jahr 124.000 Mal angefordert. Spitzentag war der 29. Dezember. Pannenursache Nummer eins bleibt die Autobatterie.
Die Pannenhilfe bleibt auch im Jahr 2025 die Kernleistung des ADAC. Wie der Club nun in seiner Bilanz vorstellte, wurden die Gelben Engel sowie die Mobilitätspartner im Jahr 2025 deutschlandweit zu 3.691.813 Einsätzen gerufen. Dies entspricht einem Zuwachs von knapp 60.000 Pannen (1,6 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr.
Einen überdurchschnittlichen Zuwachs gab es bei der Pannenhilfe in Baden-Württemberg. Das Hilfeleistungsvolumen stieg landesweit auf 490.532, dies entspricht einem Plus von 2,4 Prozent. 2024 lag der Wert noch bei 479.183 Einsätzen.
Auch in Nordbaden gab es im Jahr 2025 einen Anstieg zu verzeichnen, wie die aktuelle ADAC Pannenhilfebilanz zeigt. Der Club registrierte hier 124.336 Hilfeleistungen (2024: 122.259) für seine Mitglieder durch die 63 nordbadischen Gelben Engel und die ADAC Mobilitätspartner. In Nordbaden wurde die Pannenhilfe am stärksten am Montag, den 29. Dezember, in Anspruch genommen. An diesem Tag erreichte die Zahl der Hilfseinsätze mit 579 unterstützten Mitgliedern ihren Höchststand in der Region.
Markus Loh, Bereichsleiter der Pannenhilfe in Baden, kennt die Gründe: „Rund um die Weihnachtstage mit dem direkt folgenden Wochenende und einem Temperatursturz wurden viele Autos nicht oder nur sehr wenig bewegt. In der Folge versagte bei vielen Autofahrerinnen und Autofahrer die Batterie und der Motor sprang nicht mehr an. Dies hat am 29. Dezember zu einem 70 Prozent höheren Pannenhilfeaufkommen im Vergleich zu einem normalen Tag geführt.“ Über das Gesamtjahr gesehen versorgten die nordbadischen Gelben Engel im Schnitt 340 Mitglieder pro Tag.
Der 29. Dezember war auch deutschlandweit der Tag mit den meisten Pannenhilfen: Insgesamt verzeichnete der Club an diesem Montag insgesamt 18.588 Einsätze; die Pannenhilfe musste alle fünf Sekunden ausrücken. Die Pannenursache Nummer eins ist und bleibt auch im Jahr 2025 die Autobatterie: Probleme mit der Starterbatterie waren mit 45,4 Prozent die häufigste Pannenursache, gefolgt von Defekten im Motormanagement oder Hochvoltsystem mit 21,8 Prozent (Einspritzung, Zündung, Sensorik).
Wie die aktuelle Bilanz der Pannenhilfe zeigt, erfreut sich auch die Hilfeleistung fürs Fahrrad immer weiterwachsender Beliebtheit und Bekanntheit. Waren es 2024 bundesweit noch 16.934 Einsätze, wuchs diese Zahl 2025 auf 19.455 an, ein Plus von 15 Prozent. Der häufigste Hilfegrund mit 72 Prozent: ein defekter Reifen. In Nordbaden halfen die Gelben Engel und ADAC Mobilitätspartner vergangenes Jahr 487 Radfahrerinnen und Radfahrern dabei, ihr Zweirad wieder fit zu machen.
Wenig überraschend war auch 2025 der 1. Mai, traditionell ein Feiertag mit vielen Radtouren, der einsatzstärkste Tag mit bundesweit 235 Meldungen.
Autofahrerinnen und Autofahrer erreichten den Club im Falle einer Panne nicht nur telefonisch, sondern 2025 auch vermehrt über die ADAC Pannenhilfe App. Mit 695.520 digitalen Pannenmeldungen verzeichnete der ADAC einen deutlichen Zuwachs um 16 Prozent im Vergleich zu 2024.