Horb am Neckar (pm/tk) – Dank der Unterstützung des Kultur- und Museumsvereins sind die Sammlungen des Horber Heimatforschers nun im Stadtarchiv für die Öffentlichkeit zugänglich.
Heinz Schmid war leidenschaftlicher Horber und setzte sich stets für die Belange seiner Stadt ein. Wie oft ging er aufs Rathaus und machte dort auf etwas besonders Schützenswertes aufmerksam? Und wer kann sich nicht an seine Diavorträge erinnern, in denen er sein reiches heimatkundliches Wissen weitergab?
Im Mai dieses Jahres übernahm das Horber Stadtarchiv einen Teil seines Nachlasses. Darunter heimatkundliche Literatur, Poststempel von Horb und Umgebung und allerlei Aufschriebe und Artikelsammlungen zur Horber Stadtgeschichte. Das Herzstück dieses Fundus stellt jedoch seine über viele Jahrzehnte aufgebaute Sammlung historischer Postkarten mit Horber Motiven dar.
Heinz Schmid hat diese Ansichtskarten allerdings nicht einfach nur erstanden und aufbewahrt, er hat sie auch systematisch beschrieben. So wurde damit immer auch ein Stück Stadtgeschichte dokumentiert: Ob es nun um die Entwicklung des Stadtbilds oder um die zahlreichen Horber Brücken ging – Heinz Schmid hielt Wissenswertes für jede seiner Postkarten auf einer extra Karteikarte fest.
Der Horber Kultur- und Museumsverein hat dieses einzigartige Konvolut erworben und stellt es dem Horber Stadtarchiv dankenswerterweise als Dauerleihgabe zur Verfügung.
Ein anderer Teil seines Nachlasses ging an die Vorsitzende der Gesellschaft zur Erhaltung und Erforschung der Kleindenkmale (GEEK), Dorothea Kühnel, und wird derzeit im Gemeindearchiv Baiersbronn in Friedrichstal verwahrt. Als gelernter Vermesser hatte Heinz Schmid beim Horber Vermessungsamt schon früh mit historischen Grenzsteinen zu tun. Die verwitterten Inschriften auf den alten Steinen weckten sein Interesse und so begann er sich intensiv mit solchen Zeugen der Vergangenheit auseinanderzusetzen